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	<title>mediatopia &#187; Print-Journalismus</title>
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	<description>oh magnificent digital world &#60;3</description>
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		<title>Spielejournalist werden</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 06:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Den ganzen Tag zocken und dafür auch noch Geld kriegen? Wie cool wäre das! Auf den ersten Blick wirkt der Spielejournalismus sehr reizvoll, entpuppt sich auf den zweiten allerdings als hartes Pflaster. Denn in der Sparte herrscht angesichts der hohen Konzentration ein immenser Wettkampf. Selbst die großen Titel der Branche wie Game Star oder Computer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Den ganzen Tag zocken und dafür auch noch Geld kriegen? Wie cool wäre das! Auf den ersten Blick wirkt der Spielejournalismus sehr reizvoll, entpuppt sich auf den zweiten allerdings als hartes Pflaster. Denn in der Sparte herrscht angesichts der hohen Konzentration ein immenser Wettkampf. Selbst die großen Titel der Branche wie Game Star oder Computer Bild Spiele verlieren nach und nach an Auflage und Geld &#8211; und bieten dementsprechend kaum neue Jobs an. Sollten junge Leute vom Spielejournalismus also lieber die Finger lassen?</em></p>
<p>Auf meine Anfrage haben Heiko Gogolin (Chefredakteur der <a href="http://www.geemag.de" target="_blank">Gee</a>), <a href="http://www.texteschmie.de/" target="_blank">Harald Fränkel</a> (ehemals bei der <a href="http://www.pcaction.de" target="_blank">PC Action</a>, heute freier Journalist für diverse Print- und Online-Magazine) und Markus Schwerdtel (Chefredakteur der <a href="http://www.gamepro.de/" target="_blank">Gamepro</a>) kurz erklärt, worauf sich Nachwuchsjournalisten in der Spielebranche einstellen müssen, und welche Fähigkeiten unerlässlich sind.</p>
<div id="attachment_421" class="wp-caption aligncenter" style="width: 369px">
	<a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/spielejournalisten.jpg"><img class="size-full wp-image-421" title="spielejournalisten" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/spielejournalisten.jpg" alt="" width="369" height="148" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Heiko Gogolin, Harald Fränkel und Markus Schwerdtel</p>
</div>
<p><strong>Heiko Gogolin:<br />
</strong></p>
<blockquote><p>Immer, wenn ich erzähle, dass ich Spielejournalist bin, höre ich unisono das Wort &#8220;Traumberuf&#8221;. Aber obwohl ich Spiele liebe und somit ein Hobby zum Beruf gemacht habe, ist die mit dem Begriff verbundene Assoziation, mit Zocken während der Arbeitszeit sein Geld zu verdienen, falsch. Spielejournalismus ist Journalismus: Am Tag wird in der Redaktion konzipiert, kontaktiert, geschrieben und geschnitten. Die Games selbst müssen in der Regel abends nach Feierabend gespielt werden. Dass sich Arbeit und Freizeit vermischen ist also nicht nur Selbstverwirklichung, sondern aufgrund mangelnder Grenzen zuweilen anstrengend.</p>
<p>Dass jemand, der Spielejournalist werden möchte, sich gut mit Games auskennen sollte, ist klar. Wichtig ist darüber hinaus auch der Wille, das Handwerk des professionellen Schreibens zu lernen. Viele in der Branche sind zuallererst Fan, und ab und an müssen sie dann noch über ihre Leidenschaft schreiben. Dieser Ansatz funktioniert nur im eingeschränkten Rahmen einer Fachzeitschrift. Wer es aber schafft, allgemeinverständlich und nicht nerdig über komplexe Zusammenhänge in der Spielewelt zu schreiben, der hat gute Aussichten auch für große Zeitungen, Webseiten und Zeitschriften zu schreiben. Denn interaktive Formen der Unterhaltung haben eine große Zukunft. Während Games derzeit oft nur am Rande eine Rolle spielen und sich in der breiten Medienrezeption alteingesessenen Kulturformen wie Filmen oder Büchern unterordnen müssen, wird sich das langfristig massiv ändern.</p></blockquote>
<p><strong>Harald Fränkel:</strong></p>
<blockquote><p>Ein angehender Spielejournalist muss damit rechnen, dass er Stress hat und sein Geld eben nicht spielend verdienen kann. Der Job ist nicht halb so locker, wie viele meinen. Man verdient nicht mehr so, wie noch vor Jahren, weil Hefte immer schlechter verkaufen und Onlinemagazine (noch) nicht so weit sind, dass sie finanziell auf Rosen gebettet wären. Wer sich Gehälter und Honorare wie in Zeitungs- und Zeitschriften-Tarifverträgen erhofft, wird weinen.</p>
<p>Außerdem müssen Nachwuchsjournalisten damit rechnen, sehr, sehr viel zu arbeiten. Sie müssen sehr, sehr gut sein, um von dem Job leben zu können, weil es immer einen Praktikanten geben wird, der ihn preisgünstiger macht. Ich denke, das waren die schlechten Nachrichten. Die gute lautet: Wer Fuß gefasst hat, wird sehr viel Spaß haben. Ich möchte nichts anderes machen.</p></blockquote>
<p><strong>Markus Schwerdtel:</strong></p>
<blockquote><p>Spielejournalist zu werden ist natürlich der Traum vieler junger (vor allem) Männer. &#8220;Den ganzen Tag zocken&#8221; und &#8220;immer die neuesten Games&#8221;, das hat jeder im Hinterkopf, der diesen Beruf ergreifen will. Während letzteres tatsächlich stimmt, ist ersteres natürlich ein Trugschluß. Genau so wenig wie die Redakteure von Auto Motor Sport den ganzen Tag spazieren fahren und die Blinker-Leute immer angeln, sind Spieleredakteure den ganzen Tag am daddeln.<br />
Was braucht man, um in diesen Beruf zu kommen?</p>
<ul>
<li>Abitur oder eine abgeschlossene Ausbildung</li>
<li>idealerweise Grundkenntnisse in Videoschnitt und CMS</li>
<li>einigermaßen vernünftige, möglichst dialektfreie Aussprache und Eloquenz (Stichwort: Podcasts &amp; Videos vertonen!)</li>
<li>umfassendes Spielewissen</li>
</ul>
<p>Gerade der letzte Punkt ist wichtiger, als man denkt. Es reicht eben nicht, der totale Street-Fighter-Checker zu sein. Man muss sich genauso bei Rennspielen, Shootern und Rollenspielen auskennen. Es geht also vor allem um Breite und auch historisches Wissen. Dazu kann eine gesunde Kenntnis der Spielebranche (Entwickler-Persönlichkeiten, Unternehmensstrukturen, Geschäftsmodelle etc.) nicht schaden.</p>
<p>Wenn man das alles erfüllt, bekommt man dann sicher einen Job als Spieleredakteur? Leider nein. Wie überall werden auch bei Spielemagazinen und -websites derzeit kaum Festangestellte engagiert, und wenn, dann nicht zu Tarifgehältern. Idealerweise macht man sich mit Praktika, freier Mitarbeit und Traineeships in einer Redaktion unentbehrlich, dann sind die Übernahmechancen am größten. Um das zu erreichen ist es gut, eben nicht &#8220;nur schreiben&#8221; (das ist Grundvoraussetzung) zu können, sondern auch Zusatzqualifikationen zu haben (Videoschnitt, &#8220;Kameragesicht&#8221;, Sprecherstimme etc.). Gerade im Web sind Videos wichtig, reine &#8220;Schreiber&#8221; tun sich damit oft schwer. Gesucht wird eher &#8212; und das ist nichts Neues &#8212; ein Multimedia-Redakteur, der eben alle Kanäle bedienen kann. Damit unterscheiden sich die Anforderungen an einen Spielejournalisten kaum von denen in anderen Fachbereichen &#8212; nur dass Spiele halt viel cooler sind als Möbel, Autos oder Angeln.</p></blockquote>
<p>Wer jetzt immer noch Lust auf den Spielejournalismus hat, findet hier weitere Infos und Jobangebote:</p>
<ul>
<ul>
<li><a href="http://www.makinggames.de" target="_blank">Making Games Magazin</a></li>
<li><a href="http://www.gamesindustry.biz/" target="_blank">GamesIndustry</a></li>
<li><a href="http://www.game-bundesverband.de/" target="_blank">G.A.M.E. Bundesverdband der Entwickler von Computerspielen e. V.</a></li>
</ul>
</ul>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/2b8938b87dea4a5b830d9cc0aaa3567e" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://markheywinkel.de/blog/2010/07/22/spielejournalist-werden/' layout='default' show_faces='false' width='100' action='recommend' colorscheme='light' send='false' /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Fünf Grundsätze für die Aufbereitung von Online-Artikeln</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 13:51:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Print-Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Print-Journalismus hat sich über Jahrzehnte entwickelt und präzise Regeln zum Schreiben und zur Aufbereitung von Artikeln für Zeitungen und Zeitschriften aufgestellt. In zahlreichen Ratgebern und Lehrbüchern finden Print-Journalisten das nötige Handwerkszeug, um Nachrichten informativ oder Interviews spannend aufzubauen. Der Online-Journalismus befindet sich hingegen noch immer in einer Pionier- und Experimentierphase. Für die Aufbereitung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Der Print-Journalismus hat sich über Jahrzehnte entwickelt und präzise Regeln zum Schreiben und zur Aufbereitung von Artikeln für Zeitungen und Zeitschriften aufgestellt. In zahlreichen Ratgebern und Lehrbüchern finden Print-Journalisten das nötige Handwerkszeug, um Nachrichten informativ oder Interviews spannend aufzubauen.</p>
<p>Der Online-Journalismus befindet sich hingegen noch immer in einer Pionier- und Experimentierphase. Für die Aufbereitung von Online-Artikeln gibt es bislang keine genau definierten Regeln &#8211; und in diesem Blog wird noch der Frage nachzugehen sein, wie Informationen im Netz aufbereitet sein müssen, damit User wieder bereit sind, dafür zu zahlen. An dieser Stelle möchte ich zunächst ein paar &#8211; nennen wir sie nicht Regeln, sondern &#8211; Grundsätze festhalten, an die sich Online-Redakteure halten sollten, um Informationen internetspezifisch aufzubereiten.</p>
<p><span id="more-90"></span>Dafür möchte ich zunächst Online-Artikel von Print-Artikeln grob abgrenzen. (Wer nicht warten kann: <a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/06/18/funf-grundsatze-fur-die-aufbereitung-von-online-artikeln/2/">hier geht es direkt zu den Grundsätzen</a>) Sie unterscheiden sich besonders in drei Punkten stark voneinander:</p>
<p><strong>1. Story-Telling</strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Journalistische_Darstellungsform" target="_blank">Generell wird im Journalismus zwischen informierenden, meinungsäußernden und unterhaltenden Darstellungsformen unterschieden</a>. Zu den informierenden oder nachrichtlichen Darstellungsformen zählen Meldungen und Berichte. Meinungsäußernde Darstellungsformen sind u. a. Kommentare und Glossen. Zu den unterhaltenden Darstellungsformen zählen Features und auch Interviews.</p>
<div id="attachment_98" class="wp-caption alignright" style="width: 307px">
	<a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/nachrichtenpyramide.jpg"><img class="size-full wp-image-98" title="nachrichtenpyramide" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/nachrichtenpyramide.jpg" alt="" width="307" height="213" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Abbildung 1: Nachrichtenpyramide (Quelle: selbsterstellt nach Wikipedia)</p>
</div>
<p>Jede dieser Darstellungsformen unterliegt bestimmten Regelmäßigkeiten – sowohl auf dem gedruckten Papier als auch im Internet. So folgen beispielsweise Nachrichten dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachrichtenpyramide" target="_blank">Prinzip der umgekehrten Pyramide</a> (vgl. Abbildung 1), wonach der relevante Kern eines Ereignisses zu Beginn genannt, anschließend die Quelle angegeben wird und erst später die Einzelheiten und Hintergründe genauer erläutert werden.</p>
<p>Alle Print-Darstellungsformen haben gemeinsam, dass der Journalist den Leser linear durch ein Thema führt. In diesem Punkt unterscheiden sie sich erheblich von Online-Artikeln. Das Story-Telling geschieht im Internet auf eine andere Weise.</p>
<p>Das Web ist ein weltweit abrufbares Hypertext-System. Per Definition des Brockhaus ist Hypertext eine non-lineare Form der Strukturierung und Präsentation von textbezogenen Daten, ein Hyperlink ist eine Verbindung innerhalb des Netzes.</p>
<div id="attachment_99" class="wp-caption alignright" style="width: 312px">
	<a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/onlineartikelstruktur.jpg"><img class="size-full wp-image-99" title="onlineartikelstruktur" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/onlineartikelstruktur.jpg" alt="" width="312" height="189" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Abbildung 2: Netzstruktur eines Online-Artikels (Quelle: selbsterstellt nach Klaus Meier: &quot;Internet-Journalismus&quot;, S. 31)</p>
</div>
<p>Diese Struktur ermöglicht und erfordert es, dass der Inhalt eines Artikels in in sich geschlossene Stücke zerlegt wird. <a href="http://www.klaus-meier.net/" target="_blank">Journalistik-Dozent Klaus Meier</a> stellt in seinem Buch &#8220;Internet-Journalismus&#8221; fest:</p>
<blockquote><p>Der Nutzer kann die Webpräsentation nicht wie ein Buch von vorne bis hinten durchlesen, sondern muss sich per Mausklick immer wieder entscheiden, welchen Weg er durch das Angebot wählen, wie tief oder breit er sich informieren will.</p></blockquote>
<p>Anstelle der Metapher der umgekehrten Pyramide tritt die Metapher des Netzes (vgl. Abbildung 2).</p>
<p>Für den Online-Journalisten hat diese Netzstruktur zur Folge, dass er einen Text in mehrere Abschnitte gliedern muss, die es in die Breite und Tiefe miteinander zu verknüpften gilt.</p>
<p><strong>2. Multimedialität</strong></p>
<p>Ein Print-Artikel kann ausschließlich durch Fotos, Illustrationen und Infografiken aufgewertet werden. Da Redaktionen mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Papier sparsam umgehen müssen, reicht der Platz pro Artikel häufig nur für ein Bild, das einen zentralen Vorgang oder Schauplatz visualisiert. Beim täglichen Blick in die Tageszeitung fällt auf, dass viele Artikel unbebildert bleiben.</p>
<p>Im Internet müssen die Journalisten multimedialer denken. Sie müssen gegenüber den anderen Medien einen Mehrwert bieten. Zwar wird beim Lesen eines Online-Artikels zuerst noch immer der Text wahrgenommen, doch wenn durch einen Online-Artikel nicht nur Informationen sondern auch Emotionen vermittelt werden sollen, eignet sich hierfür die Kombination mit anderen Medien. Im Web gibt es keinen begrenzten Platz, der Speicherplatz im Netz reicht aus, um zu jedem Artikel nicht nur Bilder, sondern gleich ganze Fotostrecken, Video- und Audiodateien abzuspeichern.</p>
<p><strong>3. Aktualität und Archivierung</strong></p>
<p>Artikel in Online-Magazinen zu veröffentlichen, ist gegenüber der Produktion eines Print-Produktes weitaus kostengünstiger und aktueller: Muss ein Heft erst gedruckt und ausgeliefert werden, sind Nachrichten im Internet über Content-Management-Systeme zeitnah online gestellt und für den Leser verfügbar. Der erhebliche Vorteil von Online-Artikeln ist, dass sie auch nach der Veröffentlichung noch verändert werden können.</p>
<p><strong>Auf der nächsten Seite:</strong> Grundsätze für die internetspezifische Aufbereitung von Artikeln</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://markheywinkel.de/blog/2010/06/18/funf-grundsatze-fur-die-aufbereitung-von-online-artikeln/' layout='default' show_faces='false' width='100' action='recommend' colorscheme='light' send='false' /></div>]]></content:encoded>
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