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	<title>mediatopia &#187; Online-Journalismus</title>
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		<title>Expedition ins Ungewisse</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 23:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Hamburg kamen gestern Abend Giovanni di Lorenzo, Katharina Borchert, Sascha Lobo und Thomas Osterkorn für eine Podiumsdiskussion zusammen. Um die Veränderung von Verlagen im Umfeld von Internet und Social Media sollte es dem Titel der Veranstaltung nach gehen. Tatsächlich prägten Sticheleien den Abend &#8211; und das Publikum war zu recht empört. Eine Eventkritik „Expedition [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>In Hamburg kamen gestern Abend Giovanni di Lorenzo, Katharina Borchert, Sascha Lobo und Thomas Osterkorn für eine Podiumsdiskussion zusammen. Um die Veränderung von Verlagen im Umfeld von Internet und Social Media sollte es dem Titel der Veranstaltung nach gehen. Tatsächlich prägten Sticheleien den Abend &#8211; und das Publikum war zu recht empört. Eine Eventkritik</em></p>
<p><a href="http://www.mediacoffee.de/node/6295" target="_blank">„Expedition ins Ungewisse: Welche neue Medienwelt entdecken Verlage, Web und Social Media?“</a> &#8211; das Thema der Podiumsdiskussion: Superspannend. Die Teilnehmerliste: Vielversprechend. Kein Wunder also, dass rasch alle 450 Plätze für den von news aktuell organisierten Media Coffee in Hamburg vergeben waren. Doch was <strong>Giovanni di Lorenzo</strong>, Chefredakteur der Zeit, <strong>Katharina Borchert</strong>, Geschäftsführerin von SPON, Werbemann und Internetguru <strong>Sascha Lobo</strong> sowie Stern-Chefredakteur <strong>Thomas Osterkorn</strong> am Mittwochabend zustande brachten, war den Wirbel um das Event nicht wert. Immer mal wieder ging ein genervtes Raunen durchs Publikum. Bereits nach einer halben Stunde verließen die ersten Zuschauer das Audimax der Bucerius Law School. Und Thomas Osterkorn beendete den Abend resigniert mit den Worten: &#8220;Entschuldigen Sie, dass wir hier eineinhalb Stunden lang Ihre Zeit verschwendet haben.&#8221;</p>
<p>Was war geschehen? Den ersten Fehler des Abends beging Moderator Thomas Knüwer. Anstatt ein Gruppengespräch zu beginnen, ging der Unternehmensberater und Blogger lieber jeden Diskussionsteilnehmer einzeln an: Katharina Borchert musste sich dem Vorwurf stellen, SPON werde immer boulevardesker; Giovanni di Lorenzo sollte sich für ein viel zu seichtes Zeit-Interview mit Thomas Middelhoff rechtfertigen; und Thomas Osterkorn sollte erklären, wieso stern.de den Erwartungen seiner Leser nicht gerecht werde. Ein bisschen Sticheleien in Ehren &#8211; doch wie Knüwer versuchte, sich vor den Medienmachern als Platzhirsch aufzuspielen, stieß sowohl der Diskussionsrunde als auch dem Publikum zu recht übel auf. Und um Social-Media-Dienste und Apps in der Verlagswelt? Ging es lange Zeit gar nicht. Mehrfach forderten Zuschauer, Knüwer solle endlich zum Punkt kommen. Doch das kam er nicht. Schließlich war es Sascha Lobo, der &#8211; sich mehrfach dafür entschuldigend &#8211; effektiv in Knüwers Moderation grätschte und das Ruder übernahm.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1059" title="mediacoffeetwitter2" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/mediacoffeetwitter2.png" alt="" width="535" height="273" /></p>
<p>Doch auch danach wurde es nicht wirklich besser. &#8220;Lokale Unternehmen werden ihre schmalen Werbebudgets in Zukunft in Foursquare investieren&#8221;, vermutete Borchert einmal; Osterkorn prophezeite den Aufstieg des hyperlokalen Journalismus im Netz. Doch diese Thesen wurden nie ausdiskutiert. Auch nach Knüwers Verstummen lieferte die Runde keine neuen Erkenntnisse zum Thema oder etwa praktische Beispiele zum Umgang mit Social-Media-Diensten in ihren Redaktionen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1060" title="mediacoffeetwitter1" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/mediacoffeetwitter1.png" alt="" width="536" height="201" /></p>
<p>Anstatt beispielsweise einmal ganz konkret abzuwägen, mithilfe welcher Internettechnologien neue, spannende Darstellungsformen entstehen könnten, beackerten die vier Redner lediglich den Status quo und stellten die immergleichen (und dem anwesenden Fachpublikum inzwischen altbekannten) Fragen: Sollen wir Paywalls um unsere Angebote ziehen? Alle Print-Artikel auch ins Netz bringen? Sofort in Innovationen investieren oder erst einmal den Markt beobachten? Endgültige Antworten fand die Runde natürlich auch an diesem Abend nicht. &#8220;Expedition ins Ungewisse ist ein hervorragender Titel für diese Veranstaltung&#8221;, spottete Osterkorn. &#8220;Damit ist alles gesagt. Wir können jetzt ein Bier trinken gehen.&#8221;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1073" title="mediacoffeetwitter3" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/mediacoffeetwitter3.png" alt="" width="530" height="563" /></p>
<p>Zum Schluss fand Knüwer seine Stimme wieder und ließ das Gespräch mit einem kurzen Exkurs zum Leistungsschutzgesetz ein letztes Mal an Fahrt verlieren. Froh war man, als sich die Runde auflöste. Immerhin: Es gab einen <a href="http://www.presseportal.de/extra/livestreaming" target="_blank">Livestream</a>. Und auch die <a href="http://picplz.com/user/crieger/pic/6gxg2/" target="_blank">Twitterwall</a> (via <a title="Christian Rieger" href="http://twitter.com/#%21/crieger">@crieger</a>) über der Bühne, auf der <a href="http://twitter.com/#!/search/%23mediacoffee" target="_blank">alle Tweets zur Veranstaltung</a> gesammelt wurden, war ein Hingucker. Und schließlich: Das Buffet war gut. Es gab Frikadellen. Und Mozzarella-Tomate-Spießchen. Der nächste Media Coffee selben Themas in Frankfurt a. M. am 21.6. wird hoffentlich fruchtbarer. Es bleibt aber zu befürchten, dass auch die Diskutanten um ZDF-Mann Peter Frey und WiWo-Chefredakteur Roland Tichy nicht wissen, wohin die Expedition ins Unbekannte geht.</p>
<p><strong>Weitere Kritiken:</strong><br />
<a href="http://mediacoffee.de/node/7440" target="_blank">Eine Zusammenfassung des Abends im news-aktuell-Blog</a></p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://markheywinkel.de/blog/2011/04/21/expedition-ins-ungewisse/' layout='default' show_faces='false' width='100' action='recommend' colorscheme='light' send='false' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tagesablauf in einer Online-Redaktion</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 17:58:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Während eine Tageszeitung lediglich einmal am Tag erscheint, muss der Internetauftritt des Blatts fortlaufend aktualisiert werden. Da assoziiert man mit einer Online-Redaktion gleich Unruhe, Hast und vielleicht chaotisches Treiben. Franziska Seyboldt, Redakteurin für taz.de, hat Mediatopia erzählt, wie der Arbeitsalltag in einer Online-Redaktion wirklich aussieht. Um acht Uhr morgens, wenn die meisten Printredakteure noch selig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Während eine Tageszeitung lediglich einmal am Tag erscheint, muss der Internetauftritt des Blatts fortlaufend aktualisiert werden. Da assoziiert man mit einer Online-Redaktion gleich Unruhe, Hast und vielleicht chaotisches Treiben. Franziska Seyboldt, Redakteurin für taz.de, hat Mediatopia erzählt, wie der Arbeitsalltag in einer Online-Redaktion wirklich aussieht.</em></p>
<blockquote><p>Um acht Uhr morgens, wenn die meisten Printredakteure noch selig schlummern, fängt in der Onlineredaktion für die Frühschicht der Tag an. Am besten hat man sich schon zu Hause und in der Bahn auf den aktuellen Stand der Nachrichtenlage gebracht. In der Redaktion werden dann die Ticker gelesen und einschlägige News-Seiten gecheckt, zum Beispiel <a href="http://www.tagesschau.de" target="_blank">tagesschau.de</a>, <a href="http://www.spiegel.de" target="_blank">Spiegel Online</a> oder <a href="http://infolive.de" target="_blank">infolive.de</a>, da bekommt man tolle Zusammenfassungen für alle relevanten Fernseh- und Radiosender, Magazine und Tageszeitungen. Gibt es ein wichtiges Thema, wird es getickert, so nennen wir es, wenn zum Beispiel eine dpa-Meldung aufbereitet wird: Mit einer eigenen Headline, einer Dachzeile, einem Teaser und einem Bild mit Bildunterschrift. Später kommt dann meist noch ein ergänzender Text von einem Autor dazu – und, wenn das Thema relevant ist, ein Kommentar.</p>
<p>Um viertel vor neun kommen die zwei KollegInnen von der Mittelschicht und die PraktikantInnen. Wer Glück hat, kann ein bisschen in den Zeitungen stöbern, um auf Themensuche zu gehen, meistens müssen aber Leserkommentare freigeschaltet werden und die Artikel, die vom Vortag übrig geblieben sind, nachproduziert werden. Die Seite soll ja frisch aussehen – das bedeutet, die ersten fünf Artikel sollten im Laufe des Vormittags aktualisiert oder ersetzt werden. Das gilt besonders für den Aufmacher, der Artikel ganz oben auf der Seite.</p>
<p>Eine der beiden Mittelschichten ist CvD (Chef vom Dienst). Er geht um halb zehn in die große Konferenz. Dort sammeln sich Vertreter aus allen Ressorts und die Chefredaktion und besprechen die Themen des Tages. Um halb elf kommen zwei Leute von der Spätschicht, die sich kurz einarbeiten, bis wir um elf Uhr eine eigene Onlinekonferenz machen. Dort erzählt der CvD den KollegInnen, was in der Konferenz los war, es werden Texte verteilt, Ideen für Bilderstrecken erarbeitet und Themen vorgestellt.</p>
<p>Im Lauf des Tages stellen wir die meisten Artikel der Printzeitung vom nächsten Tag online. Was man dabei lernt, ist elementar für den Job eines Redakteurs: Texte redigieren, neue Dachzeilen, Überschriften und Vorspänne schreiben und ein passendes Bild suchen. Ganz wichtig: Online müssen Texte anders aufbereitet werden als auf Papier. Das liegt daran, dass im Internet ein anderes Leseverhalten herrscht. Ellenlange Texte liest kaum jemand, Überschrift und Bild müssen den Leser sofort „reinziehen“, sonst klickt er weiter. [Anm. d. R.: <a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/06/18/funf-grundsatze-fur-die-aufbereitung-von-online-artikeln/" target="_blank">Einen Beitrag zu diesem Thema gibt's auf Mediatopia.de bereits hier</a>]</p>
<p>Das Schwierigste an der Arbeit als Onlineredakteur ist es allerdings, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Klicks und Relevanz zu halten. Denn nicht alle Themen, die gut geklickt werden, sind dementsprechend wichtig.</p>
<p>Einen besonderen Fokus legen wir natürlich auf Netzthemen. Die sind zwar teilweise für die Zeitungsleser interessant und stehen dann auch im Blatt, aber die Internet-Community möchte meistens noch ausführlicher über Google Street View, Netzneutralität oder benutzerdefinierte Werbung informiert werden. Für Datenschutz-Themen haben wir zusätzlich unseren Überwachungsschwerpunkt.</p>
<p>Andersherum gilt: Was in der Zeitung gelesen wird, interessiert nicht zwangsläufig auch die taz.de-Leser. Mit der Zeit entwickelt man einen guten Sensor dafür, welche Texte online gut laufen.</p>
<p>Natürlich muss auch Sonntags die Seite bestückt werden, Montags erscheint ja eine neue Zeitung. Für die Zukunft ist auch eine Samstagschicht geplant, was momentan aus einem Mangel an Mitarbeitern leider nicht möglich ist. Ab und zu machen wir jedoch eine Ausnahme: Wenn Samstags zum Beispiel eine Demo gegen Atomkraftwerke oder Nazis stattfindet – zwei Themen, die unseren Lesern sehr am Herzen liegen – gibt es auf taz.de einen Live-Ticker.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.franziskaseyboldt.de" target="_blank">Franziska Seyboldt</a> ist seit September 2008 Redakteurin bei <a href="http://www.taz.de" target="_blank">taz.de</a>, dem Onlineauftritt der tageszeitung. Sie betreut am liebsten Gesellschafts-, Bildungs- und Kulturthemen.<br />
<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/2b8938b87dea4a5b830d9cc0aaa3567e" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Spielejournalist werden</title>
		<link>http://markheywinkel.de/blog/2010/07/22/spielejournalist-werden/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=spielejournalist-werden</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 06:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[interna]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Den ganzen Tag zocken und dafür auch noch Geld kriegen? Wie cool wäre das! Auf den ersten Blick wirkt der Spielejournalismus sehr reizvoll, entpuppt sich auf den zweiten allerdings als hartes Pflaster. Denn in der Sparte herrscht angesichts der hohen Konzentration ein immenser Wettkampf. Selbst die großen Titel der Branche wie Game Star oder Computer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Den ganzen Tag zocken und dafür auch noch Geld kriegen? Wie cool wäre das! Auf den ersten Blick wirkt der Spielejournalismus sehr reizvoll, entpuppt sich auf den zweiten allerdings als hartes Pflaster. Denn in der Sparte herrscht angesichts der hohen Konzentration ein immenser Wettkampf. Selbst die großen Titel der Branche wie Game Star oder Computer Bild Spiele verlieren nach und nach an Auflage und Geld &#8211; und bieten dementsprechend kaum neue Jobs an. Sollten junge Leute vom Spielejournalismus also lieber die Finger lassen?</em></p>
<p>Auf meine Anfrage haben Heiko Gogolin (Chefredakteur der <a href="http://www.geemag.de" target="_blank">Gee</a>), <a href="http://www.texteschmie.de/" target="_blank">Harald Fränkel</a> (ehemals bei der <a href="http://www.pcaction.de" target="_blank">PC Action</a>, heute freier Journalist für diverse Print- und Online-Magazine) und Markus Schwerdtel (Chefredakteur der <a href="http://www.gamepro.de/" target="_blank">Gamepro</a>) kurz erklärt, worauf sich Nachwuchsjournalisten in der Spielebranche einstellen müssen, und welche Fähigkeiten unerlässlich sind.</p>
<div id="attachment_421" class="wp-caption aligncenter" style="width: 369px">
	<a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/spielejournalisten.jpg"><img class="size-full wp-image-421" title="spielejournalisten" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/spielejournalisten.jpg" alt="" width="369" height="148" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Heiko Gogolin, Harald Fränkel und Markus Schwerdtel</p>
</div>
<p><strong>Heiko Gogolin:<br />
</strong></p>
<blockquote><p>Immer, wenn ich erzähle, dass ich Spielejournalist bin, höre ich unisono das Wort &#8220;Traumberuf&#8221;. Aber obwohl ich Spiele liebe und somit ein Hobby zum Beruf gemacht habe, ist die mit dem Begriff verbundene Assoziation, mit Zocken während der Arbeitszeit sein Geld zu verdienen, falsch. Spielejournalismus ist Journalismus: Am Tag wird in der Redaktion konzipiert, kontaktiert, geschrieben und geschnitten. Die Games selbst müssen in der Regel abends nach Feierabend gespielt werden. Dass sich Arbeit und Freizeit vermischen ist also nicht nur Selbstverwirklichung, sondern aufgrund mangelnder Grenzen zuweilen anstrengend.</p>
<p>Dass jemand, der Spielejournalist werden möchte, sich gut mit Games auskennen sollte, ist klar. Wichtig ist darüber hinaus auch der Wille, das Handwerk des professionellen Schreibens zu lernen. Viele in der Branche sind zuallererst Fan, und ab und an müssen sie dann noch über ihre Leidenschaft schreiben. Dieser Ansatz funktioniert nur im eingeschränkten Rahmen einer Fachzeitschrift. Wer es aber schafft, allgemeinverständlich und nicht nerdig über komplexe Zusammenhänge in der Spielewelt zu schreiben, der hat gute Aussichten auch für große Zeitungen, Webseiten und Zeitschriften zu schreiben. Denn interaktive Formen der Unterhaltung haben eine große Zukunft. Während Games derzeit oft nur am Rande eine Rolle spielen und sich in der breiten Medienrezeption alteingesessenen Kulturformen wie Filmen oder Büchern unterordnen müssen, wird sich das langfristig massiv ändern.</p></blockquote>
<p><strong>Harald Fränkel:</strong></p>
<blockquote><p>Ein angehender Spielejournalist muss damit rechnen, dass er Stress hat und sein Geld eben nicht spielend verdienen kann. Der Job ist nicht halb so locker, wie viele meinen. Man verdient nicht mehr so, wie noch vor Jahren, weil Hefte immer schlechter verkaufen und Onlinemagazine (noch) nicht so weit sind, dass sie finanziell auf Rosen gebettet wären. Wer sich Gehälter und Honorare wie in Zeitungs- und Zeitschriften-Tarifverträgen erhofft, wird weinen.</p>
<p>Außerdem müssen Nachwuchsjournalisten damit rechnen, sehr, sehr viel zu arbeiten. Sie müssen sehr, sehr gut sein, um von dem Job leben zu können, weil es immer einen Praktikanten geben wird, der ihn preisgünstiger macht. Ich denke, das waren die schlechten Nachrichten. Die gute lautet: Wer Fuß gefasst hat, wird sehr viel Spaß haben. Ich möchte nichts anderes machen.</p></blockquote>
<p><strong>Markus Schwerdtel:</strong></p>
<blockquote><p>Spielejournalist zu werden ist natürlich der Traum vieler junger (vor allem) Männer. &#8220;Den ganzen Tag zocken&#8221; und &#8220;immer die neuesten Games&#8221;, das hat jeder im Hinterkopf, der diesen Beruf ergreifen will. Während letzteres tatsächlich stimmt, ist ersteres natürlich ein Trugschluß. Genau so wenig wie die Redakteure von Auto Motor Sport den ganzen Tag spazieren fahren und die Blinker-Leute immer angeln, sind Spieleredakteure den ganzen Tag am daddeln.<br />
Was braucht man, um in diesen Beruf zu kommen?</p>
<ul>
<li>Abitur oder eine abgeschlossene Ausbildung</li>
<li>idealerweise Grundkenntnisse in Videoschnitt und CMS</li>
<li>einigermaßen vernünftige, möglichst dialektfreie Aussprache und Eloquenz (Stichwort: Podcasts &amp; Videos vertonen!)</li>
<li>umfassendes Spielewissen</li>
</ul>
<p>Gerade der letzte Punkt ist wichtiger, als man denkt. Es reicht eben nicht, der totale Street-Fighter-Checker zu sein. Man muss sich genauso bei Rennspielen, Shootern und Rollenspielen auskennen. Es geht also vor allem um Breite und auch historisches Wissen. Dazu kann eine gesunde Kenntnis der Spielebranche (Entwickler-Persönlichkeiten, Unternehmensstrukturen, Geschäftsmodelle etc.) nicht schaden.</p>
<p>Wenn man das alles erfüllt, bekommt man dann sicher einen Job als Spieleredakteur? Leider nein. Wie überall werden auch bei Spielemagazinen und -websites derzeit kaum Festangestellte engagiert, und wenn, dann nicht zu Tarifgehältern. Idealerweise macht man sich mit Praktika, freier Mitarbeit und Traineeships in einer Redaktion unentbehrlich, dann sind die Übernahmechancen am größten. Um das zu erreichen ist es gut, eben nicht &#8220;nur schreiben&#8221; (das ist Grundvoraussetzung) zu können, sondern auch Zusatzqualifikationen zu haben (Videoschnitt, &#8220;Kameragesicht&#8221;, Sprecherstimme etc.). Gerade im Web sind Videos wichtig, reine &#8220;Schreiber&#8221; tun sich damit oft schwer. Gesucht wird eher &#8212; und das ist nichts Neues &#8212; ein Multimedia-Redakteur, der eben alle Kanäle bedienen kann. Damit unterscheiden sich die Anforderungen an einen Spielejournalisten kaum von denen in anderen Fachbereichen &#8212; nur dass Spiele halt viel cooler sind als Möbel, Autos oder Angeln.</p></blockquote>
<p>Wer jetzt immer noch Lust auf den Spielejournalismus hat, findet hier weitere Infos und Jobangebote:</p>
<ul>
<ul>
<li><a href="http://www.makinggames.de" target="_blank">Making Games Magazin</a></li>
<li><a href="http://www.gamesindustry.biz/" target="_blank">GamesIndustry</a></li>
<li><a href="http://www.game-bundesverband.de/" target="_blank">G.A.M.E. Bundesverdband der Entwickler von Computerspielen e. V.</a></li>
</ul>
</ul>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/2b8938b87dea4a5b830d9cc0aaa3567e" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://markheywinkel.de/blog/2010/07/22/spielejournalist-werden/' layout='default' show_faces='false' width='100' action='recommend' colorscheme='light' send='false' /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rupert Murdoch: Retter des digitalen Journalismus?</title>
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		<comments>http://markheywinkel.de/blog/2010/07/13/rupert-murdoch-retter-des-digitalen-journalismus/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 09:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[interna]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Paid Content]]></category>
		<category><![CDATA[Rupert Murdoch]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Rupert Murdoch im August 2009 ankündigte, die Online-Angebote seiner News Corp. hinter Bezahlschranken zu verbergen, schöpften Verleger auf der ganzen Welt erneut Vertrauen in das Erlösmodell Paid Content. Murdoch schien gar der Retter des digitalen Journalismus zu sein. Und das, obwohl der 80-Jährige mit dem Internet auf Kriegsfuß steht und eigentlich ein Medienunternehmer des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Als Rupert Murdoch im August 2009 ankündigte, die Online-Angebote seiner News Corp. hinter Bezahlschranken zu verbergen, schöpften Verleger auf der ganzen Welt erneut Vertrauen in das Erlösmodell Paid Content. Murdoch schien gar der Retter des digitalen Journalismus zu sein. Und das, obwohl der 80-Jährige mit dem Internet auf Kriegsfuß steht und eigentlich ein Medienunternehmer des vergangenen Jahrhunderts ist.</p>
<p>In einer Biografie-Zusammenfassung widmet sich Mediatopia dem bedeutendsten Medienmogul der Welt und hinterfragt seine Rolle als Anführer eines neuen Paid-Content-Hypes.</p>
<p><strong>Inhalt:</strong></p>
<ul>
<li>Der australische Nationalheld</li>
<li>Im Schatten des Vaters</li>
<li>Aufbau des Medienimperiums</li>
<li>Murdochs News Corp. heute</li>
<li>Ein gewiefter Geschäftsmann</li>
<li>Intrigen, Hetze, nackte Tatsachen</li>
<li>Murdoch und das Internet</li>
<li>Der Herr des Internet</li>
</ul>
<p><span id="more-73"></span></p>
<p>Bis zu dessen Tod im Oktober 1952 hatte Rupert Murdoch stets im Schatten seines Vaters Sir Keith Murdoch gestanden. Autoren wie u. a. Gerald Wagner oder Bruce Page, die sich mit der Murdoch-Biografie auseinander gesetzt haben und deren Bücher diesem Artikel als Grundlage dienen (eine Übersicht der Quellen findet ihr auf der letzten Seite), verstehen in der Vater-Sohn-Beziehung die Ursache für Rupert Murdochs späteren Ehrgeiz und immensen Erfolg. Deshalb werden wir uns zu Beginn mit Ruperts Vater Keith auseinandersetzen.</p>
<p><strong>Der australische Nationalheld</strong></p>
<div id="attachment_84" class="wp-caption alignright" style="width: 227px">
	<a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/keithmurdoch.jpg"><img class="size-medium wp-image-84" title="keithmurdoch" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/keithmurdoch-227x300.jpg" alt="" width="227" height="300" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Keith Murdoch (Quelle: Wikipedia)</p>
</div>
<p>Keith Murdoch wurde 1885 in Melbourne geboren, kurz nachdem seine schottischen Eltern nach Australien ausgewandert waren. Sie lebten in bescheidenen Verhältnissen und Keith war ein schüchterner Junge, der unter einem schweren Stottern litt. Dennoch gelang es ihm, bereits in jungen Jahren eine rasante Karriere als Journalist zu starten. Mit 17 Jahren begann er für die Tageszeitung The Age in Melbourne zu arbeiten. 1909 finanzierte er sich eine Fahrt nach London. Dort studierte er an der London School of Economics und ließ sich von einem Therapeuten das Stottern abtrainieren. Er versuchte wohl auch, an der Fleet Street in London, dem britischen Zentrum der Presse, einen Job zu bekommen – blieb dabei allerdings erfolglos.</p>
<p>Nach seiner Rückkehr nach Melbourne schrieb Keith Murdoch noch sechs Jahre für The Age. Ab 1914 berichtete er für die australische Sun als Korrespondent aus Melbourne. Dort gelang es ihm, auf sich aufmerksam zu machen: Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde der junge Mann als Regierungskorrespondent nach Ägypten entsandt – eine Position, die ihm alsbald zu großem Ruhm in seiner Heimat verhalf. Denn im September 1915 erfuhr er, wie englische Kommandeure tausende australische Soldaten bei der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Gallipoli" target="_blank">Eroberung der türkischen Insel Gallipoli</a> sinnlos opferten. Es gelang Keith Murdoch, seinen Bericht über das Blutvergießen an der englischen Zensur vorbei zu schmuggeln und dem britischen Verleger Lord Northcliffe in London zukommen zu lassen. Northcliffe veröffentlichte den Bericht und löste damit einen politischen Skandal aus, der zum Rücktritt des Premierministers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Henry_Asquith" target="_blank">Herbert Henry Asquith</a> führte.</p>
<p>Nach dem Krieg zog es Keith Murdoch wieder nach London. Erneut als Korrespondent schrieb er für die Sun in Sydney und den Herald in Melbourne. Zudem lernte er an der Fleet Street unter den Fittichen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Harmsworth,_1._Viscount_Northcliffe" target="_blank">Alfred Harmsworth, 1. Viscount Northcliffe</a> dessen „Neuen Journalismus“ kennen, der die Vorlage für die spätere Yellowpress sein sollte. 1921 kehrte Murdoch nach Australien zurück, um den Chefredakteursposten beim Melbourner Herald zu übernehmen. Dem Blatt ging es nicht gut, doch Keiths Wissen, das er sich bei Lord Northcliffe in London angeeignet hatte, half ihm, aus dem Herald innerhalb von ein paar Jahren eine der einflussreichsten Zeitungen des Landes zu machen.</p>
<p>Nach und nach vergrößerte er sein eigenes Vermögen und kaufte mehrere Provinzblätter und einen Radiosender mit dem festen Bestreben, aus den Errungenschaften ein Zeitungsimperium zu formen. Doch soweit kam es nicht mehr. Im Alter von 66 Jahren verstarb Keith Murdoch an einer Herzattacke und hinterließ sein in den Kinderschuhen stecken gebliebenes Imperium einer ungewissen Zukunft.</p>
<p><strong>Auf der nächsten Seite:</strong> Rupert Murdochs Lehrjahre</p>
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		<title>Hyperlokaler Journalismus in Hamburg</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hyperlokaler Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Um ihre Websites attraktiver zu gestalten, müssen Tageszeitungen sich verstärkt mit Bürgerblogs vernetzen, glauben Experten. Denn Hyperlokaler Journalismus im Netz sei die Rettung lokaler Medien. Da ich seit Beginn des Monats in Hamburg wohne, habe ich hier mal einen kurzen Blick auf die Blogszene geworfen und nach Kooperationen von Hamburger Zeitungen und Zeitschriften mit Bürgerblogs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Um ihre Websites attraktiver zu gestalten, müssen Tageszeitungen sich verstärkt mit Bürgerblogs vernetzen, glauben Experten. Denn Hyperlokaler Journalismus im Netz sei die Rettung lokaler Medien. Da ich seit Beginn des Monats in Hamburg wohne, habe ich hier mal einen kurzen Blick auf die Blogszene geworfen und nach Kooperationen von Hamburger Zeitungen und Zeitschriften mit Bürgerblogs gesucht. Und dabei nicht viel gefunden.</em></p>
<p>Wer sich in meiner Heimatstadt Bielefeld von Bloggern über die Stadt und ihre Szenen informieren möchte, findet lediglich eine Handvoll nützliche Adressen. Unterdessen scheint es in Hamburg für jeden einzelnen Stadtteil gleich mehrere Blogger zu geben. Ambitioniert liefern sie aktuell und mit viel Detailwissen Infos aus der Nachbarschaft &#8211; und viele lesen mit.</p>
<p><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/hyperlokalerjournalismus.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-298" title="hyperlokalerjournalismus" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/hyperlokalerjournalismus.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a>In Hamburg gibt es demnach ein großes Potential für den erfolgreichen Aufbau eines hyperlokalen &#8211; oder in Deutschland auch: sublokalen &#8211; Journalismus. Die Zeitungen aber nutzen dieses Potential bislang nicht. Das Hamburger Abendblatt gibt nicht einmal Auskunft darüber, welche Blogs aus und für Hamburg berichten &#8211; deshalb macht es die Website <a href="http://www.hamburg-web.de" target="_blank">Hamburg-Web.de</a> der Internetagentur KCS. Und die Mopo listet Immobilien, Jobs und wo man am besten mit dem Hündchen spazieren gehen kann &#8211; Blogs finden hier allerdings auch keinerlei Beachtung. Dabei könnten diese Zeitungen und Szene-Medien wie der Prinz von den zahlreichen Blogprojekten enorm profitieren. Ein Beispiel:</p>
<p>Nach Meinung der <a href="http://www.hamburgs-osten.de/gedanken/dringend-gesucht-horizonterweiterung-fuer-lokale-szeneredakteure/" target="_blank">Hamburgs-Osten</a>-Autoren Judith und Stephan wird &#8220;das Leben auf der anderen Seite der Alster&#8221; von den hiesigen Szene-Medien nicht ausgiebig genug berücksichtigt. Deshalb liefern sie selbst Infos aus Hamburger Ost-Stadtteilen wie Dulsberg, Wandsbek, Eilbek, Hamm und Co. nach, stellen lohnenswerte Cafés und Restaurants vor und weisen auf Kulturevents hin. Ich bin nicht auf dem Laufenden, was die Berichterstattung aus den betreffenden Stadtteilen angeht. Aber wenn es dort wirklich ein Defizit gibt, warum greifen die Szene-Medien nicht auf die Unterstützung dieses schönen Blogs zurück? Gemeinsam könnte die Berichterstattung im Netz ganz webzwonullig-cool ausgeweitet werden. Bestimmt würde das viele Dulsberger, Wandsbeker, Eilbeker und weitere freuen und das Image der Szene-Medien aufpolieren.</p>
<p>Mit <a href="http://www.altona.info/" target="_blank">Altona.Info</a> und Co. mögen bereits unabhängige hyperlokale Angebote in Hamburg vorhanden sein. Die etablierten Hamburger Medien haben es bislang jedoch nicht geschafft, ihrerseits ein solches Projekt zu betreiben. Die Zukunft des Journalismus scheint hier noch weit entfernt.</p>
<p>Oder gibt es bereits hyperlokale Angebote großer Hamburger Medien? Wer mich eines Besseren belehren möchte, kann das gerne in den Kommentaren tun!</p>
<p><strong>Ein paar weiterführende Links und Gedanken zum Thema Hyperlokaler Journalismus:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.slideshare.net/tish_grier/what-is-hyperlocal-journalism-presentation" target="_blank">What Is Hyperlocal Journalism?</a></li>
<li><a href="http://ostrop.wordpress.com/2009/03/02/die-new-york-times-wird-sublokal-verzeihung-hyperlokal/" target="_blank">Die New York Times wird sublokal</a></li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/serie-wozu-noch-journalismus-hyperlokale-helden-1.6383" target="_blank">&#8220;Hyperlokale Helden&#8221; auf Süddeutsche Online</a></li>
<li><a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/browse/1/article/kein-ersatz-fr-professionellen-journalismus_100028613.html?tx_ttnews[backPid]=23&amp;cHash=62e9b92899" target="_blank">Interview: &#8220;Kein Ersatz für professionellen Journalismus&#8221; auf Meedia</a></li>
</ul>
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		<title>Fünf Grundsätze für die Aufbereitung von Online-Artikeln</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 13:51:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Print-Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Print-Journalismus hat sich über Jahrzehnte entwickelt und präzise Regeln zum Schreiben und zur Aufbereitung von Artikeln für Zeitungen und Zeitschriften aufgestellt. In zahlreichen Ratgebern und Lehrbüchern finden Print-Journalisten das nötige Handwerkszeug, um Nachrichten informativ oder Interviews spannend aufzubauen. Der Online-Journalismus befindet sich hingegen noch immer in einer Pionier- und Experimentierphase. Für die Aufbereitung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Der Print-Journalismus hat sich über Jahrzehnte entwickelt und präzise Regeln zum Schreiben und zur Aufbereitung von Artikeln für Zeitungen und Zeitschriften aufgestellt. In zahlreichen Ratgebern und Lehrbüchern finden Print-Journalisten das nötige Handwerkszeug, um Nachrichten informativ oder Interviews spannend aufzubauen.</p>
<p>Der Online-Journalismus befindet sich hingegen noch immer in einer Pionier- und Experimentierphase. Für die Aufbereitung von Online-Artikeln gibt es bislang keine genau definierten Regeln &#8211; und in diesem Blog wird noch der Frage nachzugehen sein, wie Informationen im Netz aufbereitet sein müssen, damit User wieder bereit sind, dafür zu zahlen. An dieser Stelle möchte ich zunächst ein paar &#8211; nennen wir sie nicht Regeln, sondern &#8211; Grundsätze festhalten, an die sich Online-Redakteure halten sollten, um Informationen internetspezifisch aufzubereiten.</p>
<p><span id="more-90"></span>Dafür möchte ich zunächst Online-Artikel von Print-Artikeln grob abgrenzen. (Wer nicht warten kann: <a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/06/18/funf-grundsatze-fur-die-aufbereitung-von-online-artikeln/2/">hier geht es direkt zu den Grundsätzen</a>) Sie unterscheiden sich besonders in drei Punkten stark voneinander:</p>
<p><strong>1. Story-Telling</strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Journalistische_Darstellungsform" target="_blank">Generell wird im Journalismus zwischen informierenden, meinungsäußernden und unterhaltenden Darstellungsformen unterschieden</a>. Zu den informierenden oder nachrichtlichen Darstellungsformen zählen Meldungen und Berichte. Meinungsäußernde Darstellungsformen sind u. a. Kommentare und Glossen. Zu den unterhaltenden Darstellungsformen zählen Features und auch Interviews.</p>
<div id="attachment_98" class="wp-caption alignright" style="width: 307px">
	<a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/nachrichtenpyramide.jpg"><img class="size-full wp-image-98" title="nachrichtenpyramide" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/nachrichtenpyramide.jpg" alt="" width="307" height="213" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Abbildung 1: Nachrichtenpyramide (Quelle: selbsterstellt nach Wikipedia)</p>
</div>
<p>Jede dieser Darstellungsformen unterliegt bestimmten Regelmäßigkeiten – sowohl auf dem gedruckten Papier als auch im Internet. So folgen beispielsweise Nachrichten dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachrichtenpyramide" target="_blank">Prinzip der umgekehrten Pyramide</a> (vgl. Abbildung 1), wonach der relevante Kern eines Ereignisses zu Beginn genannt, anschließend die Quelle angegeben wird und erst später die Einzelheiten und Hintergründe genauer erläutert werden.</p>
<p>Alle Print-Darstellungsformen haben gemeinsam, dass der Journalist den Leser linear durch ein Thema führt. In diesem Punkt unterscheiden sie sich erheblich von Online-Artikeln. Das Story-Telling geschieht im Internet auf eine andere Weise.</p>
<p>Das Web ist ein weltweit abrufbares Hypertext-System. Per Definition des Brockhaus ist Hypertext eine non-lineare Form der Strukturierung und Präsentation von textbezogenen Daten, ein Hyperlink ist eine Verbindung innerhalb des Netzes.</p>
<div id="attachment_99" class="wp-caption alignright" style="width: 312px">
	<a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/onlineartikelstruktur.jpg"><img class="size-full wp-image-99" title="onlineartikelstruktur" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/onlineartikelstruktur.jpg" alt="" width="312" height="189" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Abbildung 2: Netzstruktur eines Online-Artikels (Quelle: selbsterstellt nach Klaus Meier: &quot;Internet-Journalismus&quot;, S. 31)</p>
</div>
<p>Diese Struktur ermöglicht und erfordert es, dass der Inhalt eines Artikels in in sich geschlossene Stücke zerlegt wird. <a href="http://www.klaus-meier.net/" target="_blank">Journalistik-Dozent Klaus Meier</a> stellt in seinem Buch &#8220;Internet-Journalismus&#8221; fest:</p>
<blockquote><p>Der Nutzer kann die Webpräsentation nicht wie ein Buch von vorne bis hinten durchlesen, sondern muss sich per Mausklick immer wieder entscheiden, welchen Weg er durch das Angebot wählen, wie tief oder breit er sich informieren will.</p></blockquote>
<p>Anstelle der Metapher der umgekehrten Pyramide tritt die Metapher des Netzes (vgl. Abbildung 2).</p>
<p>Für den Online-Journalisten hat diese Netzstruktur zur Folge, dass er einen Text in mehrere Abschnitte gliedern muss, die es in die Breite und Tiefe miteinander zu verknüpften gilt.</p>
<p><strong>2. Multimedialität</strong></p>
<p>Ein Print-Artikel kann ausschließlich durch Fotos, Illustrationen und Infografiken aufgewertet werden. Da Redaktionen mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Papier sparsam umgehen müssen, reicht der Platz pro Artikel häufig nur für ein Bild, das einen zentralen Vorgang oder Schauplatz visualisiert. Beim täglichen Blick in die Tageszeitung fällt auf, dass viele Artikel unbebildert bleiben.</p>
<p>Im Internet müssen die Journalisten multimedialer denken. Sie müssen gegenüber den anderen Medien einen Mehrwert bieten. Zwar wird beim Lesen eines Online-Artikels zuerst noch immer der Text wahrgenommen, doch wenn durch einen Online-Artikel nicht nur Informationen sondern auch Emotionen vermittelt werden sollen, eignet sich hierfür die Kombination mit anderen Medien. Im Web gibt es keinen begrenzten Platz, der Speicherplatz im Netz reicht aus, um zu jedem Artikel nicht nur Bilder, sondern gleich ganze Fotostrecken, Video- und Audiodateien abzuspeichern.</p>
<p><strong>3. Aktualität und Archivierung</strong></p>
<p>Artikel in Online-Magazinen zu veröffentlichen, ist gegenüber der Produktion eines Print-Produktes weitaus kostengünstiger und aktueller: Muss ein Heft erst gedruckt und ausgeliefert werden, sind Nachrichten im Internet über Content-Management-Systeme zeitnah online gestellt und für den Leser verfügbar. Der erhebliche Vorteil von Online-Artikeln ist, dass sie auch nach der Veröffentlichung noch verändert werden können.</p>
<p><strong>Auf der nächsten Seite:</strong> Grundsätze für die internetspezifische Aufbereitung von Artikeln</p>
<div class='wpfblike' style='height: 40px;'><fb:like href='http://markheywinkel.de/blog/2010/06/18/funf-grundsatze-fur-die-aufbereitung-von-online-artikeln/' layout='default' show_faces='false' width='100' action='recommend' colorscheme='light' send='false' /></div>]]></content:encoded>
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