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In eigener Sache: Spielplatz

18. September 2011

In den vergangenen Monaten ist nicht viel passiert auf Mediatopia. Das hat mit einem neuen Projekt zu tun, an dem ich derzeit mit meinem Kumpel Henning Ohlsen sowie weiteren jungen Journalisten und Grafikern arbeite: Spielplatz. Was genau Spielplatz ist, erfahrt ihr in unserem Entwicklungsblog. Für Mediatopia bedeutet das nicht das Ende, der Blogoutput wird aber auch in den kommenden Monaten eher gering sein. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit – und bis hoffentlich bald!

Buch: Social Web

11. Juni 2011

- ein Gastbeitrag von Meike Nießen

Wir stecken längst mittendrin im Social Web. Revolutionen werden im  Internet gestartet, Bilder und Videos erreichen uns von überall her und zu jedem Zeitpunkt – schnell und unkompliziert. Die Möglichkeiten und Funktionen sozialer Netz-Applikationen sind mittlerweile nicht nur annähernd grenzenlos, sondern auch extrem unübersichtlich.

„Social Web“ bringt Ordnung in dieses virtuelle Chaos und bietet einen breiten Einstieg in alle wichtigen Themen rund um das soziale Leben im Netz. Die Autoren setzen dabei nicht auf komplexe Programmiersprachen und allzu technischen Erklärungen. Vielmehr ist das Buch ein gelungenes Einführungswerk und eine medienwissenschaftlich-soziale Annäherung an das Phänomen „virtuelle Vernetzung“.

Die 311 Seiten sind in vier Kapitel gegliedert. In der Einleitung werden Begriffserklärung und Entstehungsgeschichte des Social Web behandelt. Das zweite Kapitel („Praxis des Social Web“) besteht aus vielen nützlichen Unterpunkten wie Wikis, Blogs oder Social Sharing, die ausführlich und anhand von Beispielen erläutert werden. Der dritte und theoretische Teil („Theorie des Social Web“) befasst sich mit Geschäftsmodellen, rechtlichen Aspekten und allem, was man wissen muss, um das Social Web privat wie beruflich zu nutzen. Wie das soziale Netz der Zukunft aussehen könnte und von welchen Einflüssen seine Entwicklung abhängt, wird im letzten Kapitel („Ausblick) untersucht.

Hilfreich sind auch die Übungsfragen nach jedem Unterpunkt, mit denen man sein neu erlerntes Wissen selbst testen kann.

Wer sich täglich im Netz bewegt wird einige dieser Fragen durch den regelmäßigen Umgang mit Facebook und Co. auch ohne das Buch beantworten können. Als Nachschlagewerk und Einstiegslektüre für diejenigen, die sich genauer für das soziale Netz interessieren oder es beruflich nutzen möchten, ist „Social Web“  dagegen sehr empfehlenswert.

Die zweite Auflage von „Social Web“ ist 2011 in der UVK Verlagsgesellschaft erschienen.

Expedition ins Ungewisse

21. April 2011

In Hamburg kamen gestern Abend Giovanni di Lorenzo, Katharina Borchert, Sascha Lobo und Thomas Osterkorn für eine Podiumsdiskussion zusammen. Um die Veränderung von Verlagen im Umfeld von Internet und Social Media sollte es dem Titel der Veranstaltung nach gehen. Tatsächlich prägten Sticheleien den Abend – und das Publikum war zu recht empört. Eine Eventkritik

„Expedition ins Ungewisse: Welche neue Medienwelt entdecken Verlage, Web und Social Media?“ – das Thema der Podiumsdiskussion: Superspannend. Die Teilnehmerliste: Vielversprechend. Kein Wunder also, dass rasch alle 450 Plätze für den von news aktuell organisierten Media Coffee in Hamburg vergeben waren. Doch was Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Zeit, Katharina Borchert, Geschäftsführerin von SPON, Werbemann und Internetguru Sascha Lobo sowie Stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn am Mittwochabend zustande brachten, war den Wirbel um das Event nicht wert. Immer mal wieder ging ein genervtes Raunen durchs Publikum. Bereits nach einer halben Stunde verließen die ersten Zuschauer das Audimax der Bucerius Law School. Und Thomas Osterkorn beendete den Abend resigniert mit den Worten: “Entschuldigen Sie, dass wir hier eineinhalb Stunden lang Ihre Zeit verschwendet haben.”

Was war geschehen? Den ersten Fehler des Abends beging Moderator Thomas Knüwer. Anstatt ein Gruppengespräch zu beginnen, ging der Unternehmensberater und Blogger lieber jeden Diskussionsteilnehmer einzeln an: Katharina Borchert musste sich dem Vorwurf stellen, SPON werde immer boulevardesker; Giovanni di Lorenzo sollte sich für ein viel zu seichtes Zeit-Interview mit Thomas Middelhoff rechtfertigen; und Thomas Osterkorn sollte erklären, wieso stern.de den Erwartungen seiner Leser nicht gerecht werde. Ein bisschen Sticheleien in Ehren – doch wie Knüwer versuchte, sich vor den Medienmachern als Platzhirsch aufzuspielen, stieß sowohl der Diskussionsrunde als auch dem Publikum zu recht übel auf. Und um Social-Media-Dienste und Apps in der Verlagswelt? Ging es lange Zeit gar nicht. Mehrfach forderten Zuschauer, Knüwer solle endlich zum Punkt kommen. Doch das kam er nicht. Schließlich war es Sascha Lobo, der – sich mehrfach dafür entschuldigend – effektiv in Knüwers Moderation grätschte und das Ruder übernahm.

Doch auch danach wurde es nicht wirklich besser. “Lokale Unternehmen werden ihre schmalen Werbebudgets in Zukunft in Foursquare investieren”, vermutete Borchert einmal; Osterkorn prophezeite den Aufstieg des hyperlokalen Journalismus im Netz. Doch diese Thesen wurden nie ausdiskutiert. Auch nach Knüwers Verstummen lieferte die Runde keine neuen Erkenntnisse zum Thema oder etwa praktische Beispiele zum Umgang mit Social-Media-Diensten in ihren Redaktionen.

Anstatt beispielsweise einmal ganz konkret abzuwägen, mithilfe welcher Internettechnologien neue, spannende Darstellungsformen entstehen könnten, beackerten die vier Redner lediglich den Status quo und stellten die immergleichen (und dem anwesenden Fachpublikum inzwischen altbekannten) Fragen: Sollen wir Paywalls um unsere Angebote ziehen? Alle Print-Artikel auch ins Netz bringen? Sofort in Innovationen investieren oder erst einmal den Markt beobachten? Endgültige Antworten fand die Runde natürlich auch an diesem Abend nicht. “Expedition ins Ungewisse ist ein hervorragender Titel für diese Veranstaltung”, spottete Osterkorn. “Damit ist alles gesagt. Wir können jetzt ein Bier trinken gehen.”

Zum Schluss fand Knüwer seine Stimme wieder und ließ das Gespräch mit einem kurzen Exkurs zum Leistungsschutzgesetz ein letztes Mal an Fahrt verlieren. Froh war man, als sich die Runde auflöste. Immerhin: Es gab einen Livestream. Und auch die Twitterwall (via @crieger) über der Bühne, auf der alle Tweets zur Veranstaltung gesammelt wurden, war ein Hingucker. Und schließlich: Das Buffet war gut. Es gab Frikadellen. Und Mozzarella-Tomate-Spießchen. Der nächste Media Coffee selben Themas in Frankfurt a. M. am 21.6. wird hoffentlich fruchtbarer. Es bleibt aber zu befürchten, dass auch die Diskutanten um ZDF-Mann Peter Frey und WiWo-Chefredakteur Roland Tichy nicht wissen, wohin die Expedition ins Unbekannte geht.

Weitere Kritiken:
Eine Zusammenfassung des Abends im news-aktuell-Blog

Während eine Tageszeitung lediglich einmal am Tag erscheint, muss der Internetauftritt des Blatts fortlaufend aktualisiert werden. Da assoziiert man mit einer Online-Redaktion gleich Unruhe, Hast und vielleicht chaotisches Treiben. Franziska Seyboldt, Redakteurin für taz.de, hat Mediatopia erzählt, wie der Arbeitsalltag in einer Online-Redaktion wirklich aussieht.

Um acht Uhr morgens, wenn die meisten Printredakteure noch selig schlummern, fängt in der Onlineredaktion für die Frühschicht der Tag an. Am besten hat man sich schon zu Hause und in der Bahn auf den aktuellen Stand der Nachrichtenlage gebracht. In der Redaktion werden dann die Ticker gelesen und einschlägige News-Seiten gecheckt, zum Beispiel tagesschau.de, Spiegel Online oder infolive.de, da bekommt man tolle Zusammenfassungen für alle relevanten Fernseh- und Radiosender, Magazine und Tageszeitungen. Gibt es ein wichtiges Thema, wird es getickert, so nennen wir es, wenn zum Beispiel eine dpa-Meldung aufbereitet wird: Mit einer eigenen Headline, einer Dachzeile, einem Teaser und einem Bild mit Bildunterschrift. Später kommt dann meist noch ein ergänzender Text von einem Autor dazu – und, wenn das Thema relevant ist, ein Kommentar.

Um viertel vor neun kommen die zwei KollegInnen von der Mittelschicht und die PraktikantInnen. Wer Glück hat, kann ein bisschen in den Zeitungen stöbern, um auf Themensuche zu gehen, meistens müssen aber Leserkommentare freigeschaltet werden und die Artikel, die vom Vortag übrig geblieben sind, nachproduziert werden. Die Seite soll ja frisch aussehen – das bedeutet, die ersten fünf Artikel sollten im Laufe des Vormittags aktualisiert oder ersetzt werden. Das gilt besonders für den Aufmacher, der Artikel ganz oben auf der Seite.

Eine der beiden Mittelschichten ist CvD (Chef vom Dienst). Er geht um halb zehn in die große Konferenz. Dort sammeln sich Vertreter aus allen Ressorts und die Chefredaktion und besprechen die Themen des Tages. Um halb elf kommen zwei Leute von der Spätschicht, die sich kurz einarbeiten, bis wir um elf Uhr eine eigene Onlinekonferenz machen. Dort erzählt der CvD den KollegInnen, was in der Konferenz los war, es werden Texte verteilt, Ideen für Bilderstrecken erarbeitet und Themen vorgestellt.

Im Lauf des Tages stellen wir die meisten Artikel der Printzeitung vom nächsten Tag online. Was man dabei lernt, ist elementar für den Job eines Redakteurs: Texte redigieren, neue Dachzeilen, Überschriften und Vorspänne schreiben und ein passendes Bild suchen. Ganz wichtig: Online müssen Texte anders aufbereitet werden als auf Papier. Das liegt daran, dass im Internet ein anderes Leseverhalten herrscht. Ellenlange Texte liest kaum jemand, Überschrift und Bild müssen den Leser sofort „reinziehen“, sonst klickt er weiter. [Anm. d. R.: Einen Beitrag zu diesem Thema gibt's auf Mediatopia.de bereits hier]

Das Schwierigste an der Arbeit als Onlineredakteur ist es allerdings, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Klicks und Relevanz zu halten. Denn nicht alle Themen, die gut geklickt werden, sind dementsprechend wichtig.

Einen besonderen Fokus legen wir natürlich auf Netzthemen. Die sind zwar teilweise für die Zeitungsleser interessant und stehen dann auch im Blatt, aber die Internet-Community möchte meistens noch ausführlicher über Google Street View, Netzneutralität oder benutzerdefinierte Werbung informiert werden. Für Datenschutz-Themen haben wir zusätzlich unseren Überwachungsschwerpunkt.

Andersherum gilt: Was in der Zeitung gelesen wird, interessiert nicht zwangsläufig auch die taz.de-Leser. Mit der Zeit entwickelt man einen guten Sensor dafür, welche Texte online gut laufen.

Natürlich muss auch Sonntags die Seite bestückt werden, Montags erscheint ja eine neue Zeitung. Für die Zukunft ist auch eine Samstagschicht geplant, was momentan aus einem Mangel an Mitarbeitern leider nicht möglich ist. Ab und zu machen wir jedoch eine Ausnahme: Wenn Samstags zum Beispiel eine Demo gegen Atomkraftwerke oder Nazis stattfindet – zwei Themen, die unseren Lesern sehr am Herzen liegen – gibt es auf taz.de einen Live-Ticker.

Franziska Seyboldt ist seit September 2008 Redakteurin bei taz.de, dem Onlineauftritt der tageszeitung. Sie betreut am liebsten Gesellschafts-, Bildungs- und Kulturthemen.

Spielejournalist werden

22. Juli 2010

Den ganzen Tag zocken und dafür auch noch Geld kriegen? Wie cool wäre das! Auf den ersten Blick wirkt der Spielejournalismus sehr reizvoll, entpuppt sich auf den zweiten allerdings als hartes Pflaster. Denn in der Sparte herrscht angesichts der hohen Konzentration ein immenser Wettkampf. Selbst die großen Titel der Branche wie Game Star oder Computer Bild Spiele verlieren nach und nach an Auflage und Geld – und bieten dementsprechend kaum neue Jobs an. Sollten junge Leute vom Spielejournalismus also lieber die Finger lassen?

Auf meine Anfrage haben Heiko Gogolin (Chefredakteur der Gee), Harald Fränkel (ehemals bei der PC Action, heute freier Journalist für diverse Print- und Online-Magazine) und Markus Schwerdtel (Chefredakteur der Gamepro) kurz erklärt, worauf sich Nachwuchsjournalisten in der Spielebranche einstellen müssen, und welche Fähigkeiten unerlässlich sind.

Heiko Gogolin, Harald Fränkel und Markus Schwerdtel

Heiko Gogolin:

Immer, wenn ich erzähle, dass ich Spielejournalist bin, höre ich unisono das Wort “Traumberuf”. Aber obwohl ich Spiele liebe und somit ein Hobby zum Beruf gemacht habe, ist die mit dem Begriff verbundene Assoziation, mit Zocken während der Arbeitszeit sein Geld zu verdienen, falsch. Spielejournalismus ist Journalismus: Am Tag wird in der Redaktion konzipiert, kontaktiert, geschrieben und geschnitten. Die Games selbst müssen in der Regel abends nach Feierabend gespielt werden. Dass sich Arbeit und Freizeit vermischen ist also nicht nur Selbstverwirklichung, sondern aufgrund mangelnder Grenzen zuweilen anstrengend.

Dass jemand, der Spielejournalist werden möchte, sich gut mit Games auskennen sollte, ist klar. Wichtig ist darüber hinaus auch der Wille, das Handwerk des professionellen Schreibens zu lernen. Viele in der Branche sind zuallererst Fan, und ab und an müssen sie dann noch über ihre Leidenschaft schreiben. Dieser Ansatz funktioniert nur im eingeschränkten Rahmen einer Fachzeitschrift. Wer es aber schafft, allgemeinverständlich und nicht nerdig über komplexe Zusammenhänge in der Spielewelt zu schreiben, der hat gute Aussichten auch für große Zeitungen, Webseiten und Zeitschriften zu schreiben. Denn interaktive Formen der Unterhaltung haben eine große Zukunft. Während Games derzeit oft nur am Rande eine Rolle spielen und sich in der breiten Medienrezeption alteingesessenen Kulturformen wie Filmen oder Büchern unterordnen müssen, wird sich das langfristig massiv ändern.

Harald Fränkel:

Ein angehender Spielejournalist muss damit rechnen, dass er Stress hat und sein Geld eben nicht spielend verdienen kann. Der Job ist nicht halb so locker, wie viele meinen. Man verdient nicht mehr so, wie noch vor Jahren, weil Hefte immer schlechter verkaufen und Onlinemagazine (noch) nicht so weit sind, dass sie finanziell auf Rosen gebettet wären. Wer sich Gehälter und Honorare wie in Zeitungs- und Zeitschriften-Tarifverträgen erhofft, wird weinen.

Außerdem müssen Nachwuchsjournalisten damit rechnen, sehr, sehr viel zu arbeiten. Sie müssen sehr, sehr gut sein, um von dem Job leben zu können, weil es immer einen Praktikanten geben wird, der ihn preisgünstiger macht. Ich denke, das waren die schlechten Nachrichten. Die gute lautet: Wer Fuß gefasst hat, wird sehr viel Spaß haben. Ich möchte nichts anderes machen.

Markus Schwerdtel:

Spielejournalist zu werden ist natürlich der Traum vieler junger (vor allem) Männer. “Den ganzen Tag zocken” und “immer die neuesten Games”, das hat jeder im Hinterkopf, der diesen Beruf ergreifen will. Während letzteres tatsächlich stimmt, ist ersteres natürlich ein Trugschluß. Genau so wenig wie die Redakteure von Auto Motor Sport den ganzen Tag spazieren fahren und die Blinker-Leute immer angeln, sind Spieleredakteure den ganzen Tag am daddeln.
Was braucht man, um in diesen Beruf zu kommen?

  • Abitur oder eine abgeschlossene Ausbildung
  • idealerweise Grundkenntnisse in Videoschnitt und CMS
  • einigermaßen vernünftige, möglichst dialektfreie Aussprache und Eloquenz (Stichwort: Podcasts & Videos vertonen!)
  • umfassendes Spielewissen

Gerade der letzte Punkt ist wichtiger, als man denkt. Es reicht eben nicht, der totale Street-Fighter-Checker zu sein. Man muss sich genauso bei Rennspielen, Shootern und Rollenspielen auskennen. Es geht also vor allem um Breite und auch historisches Wissen. Dazu kann eine gesunde Kenntnis der Spielebranche (Entwickler-Persönlichkeiten, Unternehmensstrukturen, Geschäftsmodelle etc.) nicht schaden.

Wenn man das alles erfüllt, bekommt man dann sicher einen Job als Spieleredakteur? Leider nein. Wie überall werden auch bei Spielemagazinen und -websites derzeit kaum Festangestellte engagiert, und wenn, dann nicht zu Tarifgehältern. Idealerweise macht man sich mit Praktika, freier Mitarbeit und Traineeships in einer Redaktion unentbehrlich, dann sind die Übernahmechancen am größten. Um das zu erreichen ist es gut, eben nicht “nur schreiben” (das ist Grundvoraussetzung) zu können, sondern auch Zusatzqualifikationen zu haben (Videoschnitt, “Kameragesicht”, Sprecherstimme etc.). Gerade im Web sind Videos wichtig, reine “Schreiber” tun sich damit oft schwer. Gesucht wird eher — und das ist nichts Neues — ein Multimedia-Redakteur, der eben alle Kanäle bedienen kann. Damit unterscheiden sich die Anforderungen an einen Spielejournalisten kaum von denen in anderen Fachbereichen — nur dass Spiele halt viel cooler sind als Möbel, Autos oder Angeln.

Wer jetzt immer noch Lust auf den Spielejournalismus hat, findet hier weitere Infos und Jobangebote:

Digitale Freunde

14. Juli 2010

Lady Gaga hat über zehn Millionen Freunde auf Facebook. Von so vielen Online-Sympathisanten können Viele nur träumen – die deutschen Medien zum Beispiel. Eine Rangliste 

In den folgenden Listen findet lediglich eine Auswahl bekannter Medien Beachtung. Weitere Freundeszahlen können gerne in den Kommentaren ergänzt werden. Stand: 13. Juli 2010, 20:58 Uhr

Zeitschriften

Medium Freunde auf Facebook
Spiegel Online 68.871
Neon 35.524
(Neon Unnützes Wissen: 135.857)
Brand eins 16.471
Vogue Deutschland 15.259
Stern.de 10.711
11 Freunde 9.812
Playboy Deutschland 9.760
Gamestar 4.158
Spex 3.341
Missy Magazine 2.588
Focus Online 2.248
InStyle Deutschland 1.838
Brigitte 1.517
Cicero 700
PC Games 661

Zeitungen

Medium Freunde auf Facebook
Bild 34.149
Zeit Online 23.212
Welt kompakt 7.052
Welt 4.781
FAZ.net 4.213
Süddeutsche Zeitung 3.941
(Süddeutsche Zeitung Magazin: 4.861
Jetzt.de: 1.801)
Handelsblatt 2.639
NW-news.de (Neue Westfälische) 697
Rheinischer Merkur 210

Fernsehsender

Medium Freunde auf Facebook
Arte 86.047
ProSieben 30.774
(Galileo: 180.318)
RTL 6.794
ARD 5.607
(Tagesschau: 1.132
Tagesthemen: 1.211)
Sat.1 2.649
ZDF 2.042
(ZDFsport: 20.405
ZDFneo: 4.548)
VOX 1.625
3sat 1.255
(Kulturzeit: 3.861)

Als Rupert Murdoch im August 2009 ankündigte, die Online-Angebote seiner News Corp. hinter Bezahlschranken zu verbergen, schöpften Verleger auf der ganzen Welt erneut Vertrauen in das Erlösmodell Paid Content. Murdoch schien gar der Retter des digitalen Journalismus zu sein. Und das, obwohl der 80-Jährige mit dem Internet auf Kriegsfuß steht und eigentlich ein Medienunternehmer des vergangenen Jahrhunderts ist.

In einer Biografie-Zusammenfassung widmet sich Mediatopia dem bedeutendsten Medienmogul der Welt und hinterfragt seine Rolle als Anführer eines neuen Paid-Content-Hypes.

Inhalt:

  • Der australische Nationalheld
  • Im Schatten des Vaters
  • Aufbau des Medienimperiums
  • Murdochs News Corp. heute
  • Ein gewiefter Geschäftsmann
  • Intrigen, Hetze, nackte Tatsachen
  • Murdoch und das Internet
  • Der Herr des Internet

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