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	<title>Mediatopia</title>
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	<description>Was mit Medien machen: heute und morgen</description>
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		<title>Interview: Sportjournalist werden</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 17:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung & Berufsalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[Sportjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Olaf Bruchmann, Chefredakteur der Handballwoche, hat Mediatopia im Interview erklärt, wie er seinen Weg in den Sportjournalismus gefunden hat &#8211; und welche Anforderungen das Genre an Nachwuchsjournalisten stellt. Mediatopia: Herr Bruchmann, heute verantworten Sie die nach eigener Angabe größte Handball-Zeitschrift Europas. Welche Stationen haben Sie zu dieser Position geführt? Olaf Bruchmann: Ich habe den klassischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Olaf Bruchmann, Chefredakteur der <a href="http://www.handballwoche.de/" target="_blank">Handballwoche</a>, hat Mediatopia im Interview erklärt, wie er seinen Weg in den Sportjournalismus gefunden hat &#8211; und welche Anforderungen das Genre an Nachwuchsjournalisten stellt.</p>
<p><span id="more-513"></span></p>
<hr /><strong><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/olafbruchmann.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-514" title="olafbruchmann" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/olafbruchmann.jpg" alt="" width="213" height="259" /></a></strong></p>
<p><strong>Mediatopia: </strong>Herr Bruchmann, heute verantworten Sie die nach eigener Angabe größte Handball-Zeitschrift Europas. Welche Stationen haben Sie zu dieser Position geführt?</p>
<p><strong>Olaf Bruchmann:</strong> Ich habe den klassischen Ausbildungsweg gewählt. Ich habe in Leipzig<br />
Kommunikations- und Medienwissenschaften und Sport studiert und danach ein Volontariat bei einem Fernsehsender absolviert. Nach knapp zwei Jahren als freier Journalist unter anderem bei der DPA und verschiedenen Tageszeitungen bin ich jetzt seit zehn Jahren bei der <a href="http://www.handballwoche.de" target="_blank">Handballwoche</a> und<br />
seit mehr als vier Jahren ihr Chefredakteur. Innerhalb der Redaktion habe ich mich quasi hochgedient.</p>
<p><strong> Mediatopia:</strong> Welche Qualifikationen muss ein Bewerber mitbringen, der bei Ihnen Volontär oder Redakteur werden möchte?</p>
<p><strong>Bruchmann: </strong>Grundsätzlich benötigt ein Bewerber eine hohe Affinität zum Sport allgemein und wünschenswerterweise zum Handball speziell. Wir sind eben eine Fachredaktion und ein Bewerber sollte schon mit den Namen Heiner Brand oder Pascal Hens etwas anfangen können. Was seine Grundlagen angeht, so sind wir nicht auf Hochschulabsolventen festgelegt. Gerade in unserem Berufsfeld gibt es viele talentierte Menschen, die Quereinsteiger sind. Ein gewisses Gespür für Sprache und ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Kreativität sind aber schon erforderlich.</p>
<p><strong>Mediatopia: </strong>Es gibt inzwischen mehrere Studiengänge wie etwa in Köln, die gezielt Sportjournalisten ausbilden. Würden Sie einen Absolventen mit einem solchen konkret auf Ihr Ressort abgestimmten Abschluss bevorzugen?</p>
<p><strong>Bruchmann:</strong> Ja, das ist durchaus interessant. Ich halte viel von der Spezialisierung im Journalismus. An einen Politik-Redakteur oder Wirtschaftsmann werden eben ganz andere Ansprüche als an einen Sportler gestellt.</p>
<p><strong>Mediatopia: </strong>Mit der Handballwoche sind Sie auch bei <a href="http://www.facebook.com/handballwoche" target="_blank">Facebook</a> und <a href="http://www.twitter.com/Handballwoche" target="_blank">Twitter</a> aktiv. Wie wichtig schätzen Sie es ein, dass sich angehende Journalisten im Social Web auskennen?</p>
<p><strong>Bruchmann: </strong>Das Social Web wird täglich wichtiger und bietet bisher ungeahnte Möglichkeiten der Informationsbeschaffung, des Informationsaustausches und auch des Marketing. Ich möchte aber an dieser Stelle betonen: Es geht im Journalismus um die seriöse Art, das Social Web zu nutzen. Bewerber und angehende Journalisten müssen aufpassen, was sie alles im Netz verbreiten. Anstößige private Fotos sind ebenso tabu wie auch Stammtisch Sprüche als Leitmotive und Lebensmottos. Das Netz vergisst nicht und manche Dinge kommen bei Arbeitgebern und Bewerbungskommissionen gar nicht gut an.</p>
<p><strong>Mediatopia: </strong>Fußball ist Deutschlands populärste Sportart. Ist es so, dass die meisten Journalisten daher lieber über Fußball anstatt über Handball schreiben wollen &#8211; und die Chance, einen Job bei einer Handball-Zeitschrift zu ergattern, höher ist?</p>
<p><strong>Bruchmann: </strong>Fußball ist in Deutschland die populärste Sportart, ja. Aber ist es deswegen leichter, einen Job im Handball zu ergattern? Nein. Der Markt im Handball ist eben relativ klein. Es gibt nur wenige Fachpublikationen und auch nur wenige Tageszeitungen, die ständig über unseren Sport berichten. Zu internationalen Großereignissen ist das allerdings anders, dann entsenden viele Medienhäuser ihre Mitarbeiter, um über das Nationalteam zu berichten. Ich denke, ein junger Kollege sollte sich auch nicht nur auf eine Sportart konzentrieren. Ich halte es für förderlich, wenn ein junger Journalist verschiedene Sportarten und ihre Besonderheiten kennenlernt. Allein das Miteinander unter den Kollegen ist im Fußball völlig anders als beim Handball, der Umgang mit den Sportlern ein anderer und auch der Dialog mit Funktionären läuft auf einer anderen Ebene. Je größer der Horizont und die Erfahrung eines Berufseinsteigers, umso größer hinterher seine Übersicht und seine Einsatzmöglichkeiten.</p>
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		<title>Interview: Storywriter werden</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 21:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung & Berufsalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Storywriting]]></category>

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		<description><![CDATA[Inzwischen werden für PC- und Videospiele mindestens ebenso umfangreiche Skripte geschrieben wie für Filme. Hans-Jörg Knabel, der als Head of Story an „Arcania – Gothic 4“ mitgearbeitet hat, erklärt Mediatopia im Interview, wie das Berufsbild des Storywriters aussieht. Mediatopia: Hans-Jörg, vom Lektor zum Storywriter für Games – wie bist du da hineingeraten? Über Kontakte, Initiativbewerbungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen werden für PC- und Videospiele mindestens ebenso umfangreiche Skripte geschrieben wie für Filme. <a href="https://www.xing.com/profile/HansJoerg_Knabel" target="_blank">Hans-Jörg Knabel</a>, der als Head of Story an „Arcania – Gothic 4“ mitgearbeitet hat, erklärt Mediatopia im Interview, wie das Berufsbild des Storywriters aussieht.</p>
<p><span id="more-500"></span></p>
<hr /><strong><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/hjknabel.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-504" title="hjknabel" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/hjknabel.jpg" alt="" width="162" height="216" /></a></strong></p>
<p><strong>Mediatopia:</strong> Hans-Jörg, vom Lektor zum Storywriter für Games – wie bist du da hineingeraten? Über Kontakte, Initiativbewerbungen oder ganz zufällig?</p>
<p><strong>Hans-Jörg Knabel:</strong> Ich war damals schon Autor; nur meinen Lebensunterhalt, den habe ich als Lektor verdient. Die Zusammenarbeit mit Spellbound [Anm. d. Red.: Der Entwickler von „Arcania – Gothic 4“] hat sich aus einer Mischung aus Zufall und persönlichen Kontakten ergeben. Dazu muss man wissen: Ich bin in Kehl aufgewachsen. Als ich nach meinem Studium nach Kehl zurückgezogen bin, haben wir unsere alte „DSA“-Runde aus der Schulzeit wieder ins Leben gerufen. Zu den Mitspielern gehörte Andreas Speer, der heutige CEO von Spellbound, der damals noch Studio Manager war. Wie das so ist, wenn man sich nur einmal im Monat trifft, um einem gemeinsamen Hobby nachzugehen, haben wir kaum über etwas anderes als über „DSA“ gesprochen. Das ging ungefähr vier Jahre so. Dann sind Andreas und ich bei einer Geburtstagsfeier nebeneinander gesessen … In der Woche drauf habe ich mich zum ersten Mal mit Jean-Marc Haessig, dem Creative Director von Spellbound, getroffen, und wir haben gleich damit angefangen, die Geschichte für „Desperados II – Cooper’s Revenge“ zu entwerfen. Wir sind beide gleich alt, haben sehr ähnliche ästhetische Vorstellungen; die Zusammenarbeit hat von Anfang an sehr gut funktioniert.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Die Kunstform ist relativ neu, deshalb ist tatsächlich vieles Learning-by-Doing.</p>
</blockquote>
<p><strong>Mediatopia:</strong> Wie hast du dann gelernt, Dialoge und Szenen für Spiele zu schreiben? Ist das alles Learning-by-Doing oder konntest du dir bei vergleichbaren Gattungen, wie etwa Drehbüchern oder Romanen, etwas abgucken?</p>
<p><strong>Knabel:</strong> Die Kunstform ist relativ neu, deshalb ist tatsächlich vieles Learning-by-Doing, aber nicht im luftleeren Raum. Ich habe mich schon während meines Germanistikstudiums vor allem für die praktische Seite des Schreibens und Erzählens interessiert und viel zu diesen Themen recherchiert und gelesen. Zuerst bezogen auf die Kunstform des Romans, später dann auch auf die des Films und des Videospiels. Die Grundlagen des Schreibens und Erzählens gelten hier wie dort, man kann also vieles übertragen, zum Beispiel, was die Figurenkonzeption und den allgemeinen Aufbau von Erzählhandlungen anbelangt. Es gibt aber auch wesentliche Unterschiede zwischen den Kunstformen, weshalb sich Fortbildung durch Lektüre durchaus lohnt – zumal es mittlerweile einige gute Bücher zum Thema „Schreiben für Videospiele“ gibt.</p>
<p><strong>Mediatopia:</strong> Bist du als freier Autor immer auf der Suche nach neuen Aufgaben oder kommen die Spielentwickler direkt auf dich zu?</p>
<p><strong>Knabel: </strong>Beides. Im Laufe der Zeit lernt man viele Leute kennen, die einen immer wieder ansprechen, aber ich bin trotzdem stets auf der Suche nach neuen Teams und interessanten Projekten.</p>
<p><strong>Mediatopia:</strong> Wenn eine Zusammenarbeit entsteht, inwieweit bringen die übrigen Entwickler des Spiels bereits konkrete Vorstellungen mit und inwieweit kannst du vollkommen frei arbeiten? Entwickelst du die gesamte Story sowie Charaktere und Twists selbst oder geht es eher darum, die Feinheiten wie Dialoge und Antwortmöglichkeiten für eine bereits bestehende Storyline zu schreiben?</p>
<p><strong>Knabel: </strong>Das ist unterschiedlich. Bei Spellbound hatte ich das Glück, dass ich immer von Anfang an involviert war, sodass ich alles, was die Story anbelangte, selbst aufsetzen konnte. Das ist meiner Meinung nach der optimale Weg, weil man als Autor ja nicht nur Schreiber, sondern vor allem auch Erzähler ist.</p>
<p><strong>Mediatopia:</strong> Wie läuft generell der Entstehungsprozess des Skripts und die Zusammenarbeit mit den Designern, Programmieren, etc. ab?</p>
<p><strong>Knabel:</strong> Den Anfang des Entstehungsprozesses muss man sich wie eine Versammlung freier Germanen zur Zeit des Augustus vorstellen. Eine größere Gruppe von Designern aus allen Bereichen sitzt beisammen. Ideen werden gerufen und durch lautstarkes Murren verworfen oder durch begeistertes Klopfen angenommen. Ist die Grundidee erst einmal ermurrt und erklopft, trifft man sich in kleineren Gruppen, um die Details festzulegen; natürlich mit den eigenen Leuten (Was sind unsere wichtigsten Plotpunkte? Unsere wichtigsten Figuren? Welche Nebenstränge wollen wir haben? Etc.), aber auch mit Leuten aus anderen Abteilungen, mit denen es Schnittstellen gibt – z. B.  mit den Level Designern (Wie lässt sich eine bestimmte Storyidee in eine Quest transformieren?) oder mit den Programmierern (Wie soll das Dialogsystem funktionieren? Wie bekommen wir unsere Texte in die Datenbank?). In dieser Phase werden noch keine Dialoge geschrieben, aber es werden Plotpunktübersichten, Storylines und sogenannte Character Sheets (also Figurenbeschreibungen) verfasst und die Grundsteine für die spätere Produktion gelegt. Je weiter die Produktion voranschreitet, desto weniger wird geredet und desto mehr wird geschrieben. In der Regel ist das ein iterativer Prozess, in dem man erst einmal eine Version erstellt, dann prüft, dann überarbeitet, erneut prüft, erneut überarbeitet usw. bis man am Ende das fertige Spiel vor sich hat.</p>
<p><strong>Mediatopia:</strong> Wie viele Autoren sind neben dir an der Story von „Arcania“ beteiligt und wie wird die Arbeit eingeteilt?</p>
<p><strong>Knabel:</strong> Wir waren zu dritt: David Sallmann, Dietrich Limper und ich. David ist Level Designer bei Spellbound, Dietrich ein freier Autor wie ich. An den Dialogen und übrigen Texten haben wir alle zusammen geschrieben, wobei in der Regel jeder von uns bestimmte Figuren übernommen hat. Daneben war jeder von uns noch für andere Aufgaben zuständig. Ich habe mich um den Gesamtverlauf der Story gekümmert und war die Schnittstelle zu den Producern und zu Jean-Marc Haessig und André Beccu, unseren Chefdesignern. David hat sich um die Story auf der Questebene gekümmert und war die Schnittstelle zu den Level Designern und zu Gennaro Giani, dem Loca Manager von Jowood [Anm. d. Red.: Der Publisher von „Arcania – Gothic 4“]. Dietrich war unsere Schnittstelle zur Welt; er hat sich um die Community gekümmert.</p>
<p><strong>Mediatopia: </strong>Was habt ihr zuerst entwickelt: Die Dialoge für die Haupt- oder Nebenquests?</p>
<p><strong>Knabel:</strong> Keins von beidem. Wir haben uns von Region zu Region voran gearbeitet und immer alle Dialoge für eine Region am Stück geschrieben. So sind wir dann auch bei der Überarbeitung vorgegangen.</p>
<p><strong>Mediatopia:</strong> Bist du auch in die Sprachaufnahmen von „Arcania“ involviert? Wie viele Sprecher sind an dem Projekt beteiligt? Und wird alles auf Deutsch eingesprochen oder gleich in mehreren Sprachen?</p>
<p><strong>Knabel:</strong> Ja, das war ich. Ich habe zusammen mit Benjamin Hessler von M&amp;S Music die Dialogregie für die deutschen Aufnahmen geführt. Wir hatten 49 Sprecher im Studio. Darunter einige – wie zum Beispiel Christian Wewerka und Uwe Koschel –, die die Fans bereits aus den früheren „Gothic“-Teilen kennen. Parallel zu den deutschen Aufnahmen hat Kamaal Anwar von Dreamcatcher die englischen Aufnahmen in den USA geleitet. Etwas zeitversetzt gab es dann französische, italienische und spanische Aufnahmen.</p>
<p><strong>Mediatopia: </strong>Gibt es Szenarien, für die du niemals die Drehbücher schreiben würdest?</p>
<p><strong>Knabel:</strong> Ich behaupte ja, dass wir es bei Videospielen mit einer Kunstform zu tun haben. Deshalb würde ich nichts von vorneherein ablehnen. Ich würde mir eher das Einzelwerk ansehen. Hielte ich es für fehlgeleitet und moralisch bedenklich, würde ich den entsprechenden Auftrag ablehnen.</p>
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		<title>Interview: Als Fotograf in Japan</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 19:01:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>

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		<description><![CDATA[Er konnte kein Japanisch, kannte niemanden und wollte dennoch ein Jahr bleiben &#8211; Fotograf Fritz Schumann hat seinen Japantrip durchgezogen und reichlich Erfahrungen gesammelt. Mediatopia ließ er daran teilhaben. Mediatopia: Fritz, du hast ein Jahr lang in Japan gelebt und fotografiert. Warum gerade Japan? Fritz Schumann: Ich wollte immer schon mal nach Japan. Da Japan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er konnte kein Japanisch, kannte niemanden und wollte dennoch ein Jahr bleiben &#8211; Fotograf <a href="http://www.fotografritz.de/" target="_blank">Fritz Schumann</a> hat seinen Japantrip durchgezogen und reichlich Erfahrungen gesammelt. Mediatopia ließ er daran teilhaben.</p>
<p><span id="more-473"></span></p>
<hr />
<div id="attachment_481" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/fritz.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-481" title="fritz" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/fritz-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Fotograf Fritz Schumann (Foto: (C) Fritz Schumann)</p></div>
<p><strong> </strong><strong>Mediatopia:</strong> Fritz, du hast ein Jahr lang in Japan gelebt und fotografiert. Warum gerade Japan?</p>
<p><strong>Fritz Schumann:</strong> Ich wollte immer schon mal nach Japan. Da Japan aber so eine weite Reise entfernt ist, dacht ich mir, wenn ich die Reise schon mal auf mich nehme, dann kann ich da auch erst mal &#8216;ne Weile bleiben. Wenn man länger in einem fremden Land bleiben möchte, muss man auch für die Miete arbeiten. Und so kam es, dass ich am Ende ein Jahr lang in Tokyo  gelebt und gearbeitet habe, größtenteils als freier Fotograf und Journalist für deutsche Medien. Dass ich kein Japanisch konnte und keine Kontakte hatte, schreckte mich nicht ab, es reizte mich sogar noch mehr.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Die Japaner sind aufgeschlossener, was  Ausländer und Fotografen angeht. Zückt man die Kamera, springen alle  gleich davor und machen das Victory-Zeichen.</p>
</blockquote>
<p><strong>Mediatopia:</strong> Wer an Japan denkt, hat gleich Kimonos, Geishas und abgefahrene Cosplay-Outfits im Kopf. Gibt es in Japan potentiell interessantere Motive als in Deutschland?</p>
<p><strong>Schumann: </strong>Japan war für mich als Fotograf ein viel größerer Spielplatz als es Deutschland je sein konnte. Die Japaner sind aufgeschlossener, was Ausländer und Fotografen angeht. Zückt man die Kamera, springen alle gleich davor und machen das Victory-Zeichen. Das kann allerdings auch schöne, natürliche Motive zerstören, also muss man sich geschickt anstellen. In Tokyo sind die Menschen (zum Glück) leider so gehetzt, dass die meine Kamera oft gar nicht mitkriegen.</p>
<p>Ich hab ja auch als Fotograf für ausländische Medien in Tokyo gearbeitet. Ich habe keine Ausbildung als Fotograf oder ein Studium absolviert. Während mir das in Deutschland sehr viele Türen verschlossen hat, noch bevor meine Bilder angeschaut wurden, zählten in Japan nur die Fotos, die ich machen kann. Es war für mich auch einfacher den Kontakt zu Interviewpartner oder Offiziellen herzustellen oder an Genehmigungen zu kommen.</p>
<div id="attachment_482" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/fritz3.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-482" title="fritz3" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/fritz3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">(Foto: (C) Fritz Schumann)</p></div>
<p>Nur mal ein Beispiel: Ich bin jetzt wieder in Berlin. Wenn ich hier sage: Ich bin 22 und  Fotograf, sind die Reaktionen: Was? Dann kannst du ja nicht gut sein. Hast du studiert? &#8230; Ich werde schon aufgrund meines Alters oder  scheinbar mangelnden Qualifikation eingeschätzt, bevor meine Bilder betrachtet werden.<br />
Wenn ich in Japan sage, dass ich 22 bin und  Fotograf, bekomme ich nur Anerkennung oder Respekt dafür, dass ich mich alleine ins Ausland wage und mit meinem Talent versuche, Geld zu verdienen.</p>
<p><strong>Mediatopia: </strong>Was sind die größten Unterschiede zwischen deutschen und japanischen Medien?<br />
<strong>Schumann: </strong>Kontakt zu den deutschen Medien aufzunehmen war sehr schwierig, ich  konnte und musste mich auf Kontakte oder energiezehrende Eigeninitiative verlassen, die oftmals ins Leere ging. Doch dafür waren die deutschen Publikationen immer recht fix und verlässlich was die Bezahlung angeht.</p>
<p>In Tokyo habe ich für die größte  englischsprachige Zeitung dort, für einen amerikanischen  Buchautor und Journalisten sowie englische Webportale zur Stadt gearbeitet. Die  Zahlunsgmoral war variabel, dafür war der Druck und die  Erwartungshaltung geringer als ich es von deutschen Medien gewohnt war. Und nur einmal wurde es wirklich mies, weil die Kommunikation im Vorfeld  nicht klappte. Das lag nicht an der Sprache, aber an der Mentalität. Ich als Deutscher hätte es gern präzise und klar gehabt, der Brite, der dort als mein zuständiger Redakteur agierte, gab mir nur etwas lockere Anweisungen und wunderte sich dann, dass es nicht exakt das war, was er haben wollte. Was genau er haben wollte, wusste er wahrscheinlich selbst nicht zu Anfang. Aber am Ende war der Fotograf dann der Übeltäter, sowohl fürs Medium auch als für die Interviewpartner. Es war dann auch die letzte Geschichte, die ich für dieses Medium machte.</p>
<div id="attachment_483" class="wp-caption alignleft" style="width: 186px"><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/fritz2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-483" title="fritz2" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/fritz2-150x150.jpg" alt="" width="176" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">(Foto: (C) Fritz Schumann)</p></div>
<p>Japanische Medien sind für Ausländer nicht  zugänglich, wenn sie nicht fließend Japanisch sprechen, gute Kontakte  mit mehreren in der Redaktion haben und eine lange Zeit geduldige Hilfsarbeit ausgeführt haben, um sich den Respekt der Obrigkeit zu verdienen. Das Hierarchie-Denken ist sehr stark in Japan. Als Ausländer  gibt es zwar noch den Exoten-Bonus, der, wenn man freiberuflich ist, super funktioniert, doch sobald man gezwungen ist, sich in einer Firma einzugliedern, eckt man schnell an.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Es gibt wenig deutsche Journalisten in Tokyo und viele deutsche Medien,  die man bedienen kann.</p>
</blockquote>
<p>In Tokyo war ich sehr zufrieden, weil ich außerhalb des Systems schwebte. Ich musste die  japanischen Hierarchien nicht ertragen, und wenn einer deutschen  Redaktion mein Beitrag nicht passte, suchte ich mir eine andere. Es gibt wenig deutsche Journalisten in Tokyo und viele deutsche Medien, die man bedienen kann. Aber auch wenn ich außerhalb von beiden Systemen war, die astronomische Miete in Tokyo musst ich trotzdem zahlen.</p>
<p><strong>Mediatopia:</strong> Bist du auf viele Konkurrenten gestoßen?</p>
<p>Es gibt  sehr wenig junge Japaner, die in die Medien wollen, zumindest verglichen mit der &#8220;was mit Medien&#8221;-Welle unter jungen Deutschen. Japanischer Journalismus funktioniert auch anders, es wird wenig recherchiert oder kritisch berichtet. Die Harmonie der Gruppe ist in Japan oberstes Gebot der Gesellschaft, kritische Artikel würden die nur stören und werden daher nicht geschrieben. Es gibt auch Ausnahmen, aber die sind sehr selten und werden nicht vom Großteil der Bevölkerung gelesen.</p>
<p><strong>Mediatopia:</strong> In Europa und den USA stecken zahlreiche Medien in der Krise. Wie sah es in Japan aus?</p>
<p>In Japan war die Krise zu spüren, allerdings nur bei den deutschen Medien. In Tokyo gab es gern mal 200€ für eine halbe Stunde Fotografieren. Dazu sind die Lebenshaltungskosten natürlich auch sehr viel höher und die allgemeinen Tarife passen sich an. Doch in Japan hatte ich es einfach an Aufträge und Abnehmer zu kommen. Die Krise ist da, wird in Tokyo aber gerne ignoriert. Das das Land mehrere Trillionen Euro Schulden hat und versucht einen Lebenstandard zu finanzieren, den es sich seit 20 Jahren nicht mehr leisten kann, ist eine andere Geschichte &#8230;</p>
<p><strong>Mediatopia: </strong>Inzwischen bist du nach Berlin zurückgekehrt. Wo lebt es sich als Fotograf leichter?</p>
<p><strong>Schumann:</strong> Tokyo! Nur die Filmentwickler sind in Berlin besser und billiger. Und das Brot hier ist toll! Aber mehr Geld lässt sich natürlich in Tokyo verdienen. Am Besten wäre es, wenn ich zwischen beiden Städten pendeln könnte. Na mal schauen, im Herbst würde ich gern wieder zurück &#8230;</p>
<p>Fritz Schumann bloggt <a href="http://tokyofotosushi.wordpress.com/" target="_blank">hier</a>, sein Portfolio findet ihr <a href="http://www.fotografritz.de/" target="_blank">hier</a>. Wer noch mehr von Fritz&#8217; Japantrip erfahren möchte, findet einen Artikel bei der <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0726/jugendundschule/0028/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a>.</p>
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		<title>Tagesablauf in einer Online-Redaktion</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 17:58:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung & Berufsalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Während eine Tageszeitung lediglich einmal am Tag erscheint, muss der Internetauftritt des Blatts fortlaufend aktualisiert werden. Da assoziiert man mit einer Online-Redaktion gleich Unruhe, Hast und vielleicht chaotisches Treiben. Franziska Seyboldt, Redakteurin für taz.de, hat Mediatopia erzählt, wie der Arbeitsalltag in einer Online-Redaktion wirklich aussieht. Um acht Uhr morgens, wenn die meisten Printredakteure noch selig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während eine Tageszeitung lediglich einmal am Tag erscheint, muss der Internetauftritt des Blatts fortlaufend aktualisiert werden. Da assoziiert man mit einer Online-Redaktion gleich Unruhe, Hast und vielleicht chaotisches Treiben. Franziska Seyboldt, Redakteurin für taz.de, hat Mediatopia erzählt, wie der Arbeitsalltag in einer Online-Redaktion wirklich aussieht.</p>
<p><span id="more-468"></span></p>
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<blockquote><p><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/franziskaseyboldt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-475" title="franziskaseyboldt" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/franziskaseyboldt.jpg" alt="" width="150" height="184" /></a>Um acht Uhr morgens, wenn die meisten Printredakteure noch selig schlummern, fängt in der Onlineredaktion für die Frühschicht der Tag an. Am besten hat man sich schon zu Hause und in der Bahn auf den aktuellen Stand der Nachrichtenlage gebracht. In der Redaktion werden dann die Ticker gelesen und einschlägige News-Seiten gecheckt, zum Beispiel <a href="http://www.tagesschau.de" target="_blank">tagesschau.de</a>, <a href="http://www.spiegel.de" target="_blank">Spiegel Online</a> oder <a href="http://infolive.de" target="_blank">infolive.de</a>, da bekommt man tolle Zusammenfassungen für alle relevanten Fernseh- und Radiosender, Magazine und Tageszeitungen. Gibt es ein wichtiges Thema, wird es getickert, so nennen wir es, wenn zum Beispiel eine dpa-Meldung aufbereitet wird: Mit einer eigenen Headline, einer Dachzeile, einem Teaser und einem Bild mit Bildunterschrift. Später kommt dann meist noch ein ergänzender Text von einem Autor dazu – und, wenn das Thema relevant ist, ein Kommentar.</p>
<p>Um viertel vor neun kommen die zwei KollegInnen von der Mittelschicht und die PraktikantInnen. Wer Glück hat, kann ein bisschen in den Zeitungen stöbern, um auf Themensuche zu gehen, meistens müssen aber Leserkommentare freigeschaltet werden und die Artikel, die vom Vortag übrig geblieben sind, nachproduziert werden. Die Seite soll ja frisch aussehen – das bedeutet, die ersten fünf Artikel sollten im Laufe des Vormittags aktualisiert oder ersetzt werden. Das gilt besonders für den Aufmacher, der Artikel ganz oben auf der Seite.</p>
<p>Eine der beiden Mittelschichten ist CvD (Chef vom Dienst). Er geht um halb zehn in die große Konferenz. Dort sammeln sich Vertreter aus allen Ressorts und die Chefredaktion und besprechen die Themen des Tages. Um halb elf kommen zwei Leute von der Spätschicht, die sich kurz einarbeiten, bis wir um elf Uhr eine eigene Onlinekonferenz machen. Dort erzählt der CvD den KollegInnen, was in der Konferenz los war, es werden Texte verteilt, Ideen für Bilderstrecken erarbeitet und Themen vorgestellt.</p>
<p>Im Lauf des Tages stellen wir die meisten Artikel der Printzeitung vom nächsten Tag online. Was man dabei lernt, ist elementar für den Job eines Redakteurs: Texte redigieren, neue Dachzeilen, Überschriften und Vorspänne schreiben und ein passendes Bild suchen. Ganz wichtig: Online müssen Texte anders aufbereitet werden als auf Papier. Das liegt daran, dass im Internet ein anderes Leseverhalten herrscht. Ellenlange Texte liest kaum jemand, Überschrift und Bild müssen den Leser sofort „reinziehen“, sonst klickt er weiter. [Anm. d. R.: <a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/06/18/funf-grundsatze-fur-die-aufbereitung-von-online-artikeln/" target="_blank">Einen Beitrag zu diesem Thema gibt's auf Mediatopia.de bereits hier</a>]</p>
<p>Das Schwierigste an der Arbeit als Onlineredakteur ist es allerdings, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Klicks und Relevanz zu halten. Denn nicht alle Themen, die gut geklickt werden, sind dementsprechend wichtig.</p>
<p>Einen besonderen Fokus legen wir natürlich auf Netzthemen. Die sind zwar teilweise für die Zeitungsleser interessant und stehen dann auch im Blatt, aber die Internet-Community möchte meistens noch ausführlicher über Google Street View, Netzneutralität oder benutzerdefinierte Werbung informiert werden. Für Datenschutz-Themen haben wir zusätzlich unseren Überwachungsschwerpunkt.</p>
<p>Andersherum gilt: Was in der Zeitung gelesen wird, interessiert nicht zwangsläufig auch die taz.de-Leser. Mit der Zeit entwickelt man einen guten Sensor dafür, welche Texte online gut laufen.</p>
<p>Natürlich muss auch Sonntags die Seite bestückt werden, Montags erscheint ja eine neue Zeitung. Für die Zukunft ist auch eine Samstagschicht geplant, was momentan aus einem Mangel an Mitarbeitern leider nicht möglich ist. Ab und zu machen wir jedoch eine Ausnahme: Wenn Samstags zum Beispiel eine Demo gegen Atomkraftwerke oder Nazis stattfindet – zwei Themen, die unseren Lesern sehr am Herzen liegen –  gibt es auf taz.de einen Live-Ticker.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.franziskaseyboldt.de" target="_blank">Franziska Seyboldt</a> ist seit September 2008 Redakteurin bei <a href="http://www.taz.de" target="_blank">taz.de</a>, dem Onlineauftritt der tageszeitung. Sie betreut am liebsten Gesellschafts-, Bildungs- und Kulturthemen.</p>
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		<title>Allein in der Gruppe arbeiten</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 19:26:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung & Berufsalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Coworking]]></category>

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		<description><![CDATA[Freiberufler arbeiten häufig dort, wo sie auch wohnen. Eine klare Trennung von Job und Privatem fällt da vielen schwer. Deshalb etablieren sich zunehmend Coworking-Spaces, in denen Freiberufler nicht mehr allein arbeiten müssen und zudem neue Netzwerke aufbauen können. Linktipps zum Thema Sieht so die Zukunft von Freiberuflern aus? Nicht mehr allein im Heimbüro arbeiten, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freiberufler arbeiten häufig dort, wo sie auch wohnen. Eine klare Trennung von Job und Privatem fällt da vielen schwer. Deshalb etablieren sich zunehmend Coworking-Spaces, in denen Freiberufler nicht mehr allein arbeiten müssen und zudem neue Netzwerke aufbauen können. Linktipps zum Thema</p>
<p><span id="more-465"></span></p>
<hr />Sieht so die Zukunft von Freiberuflern aus? Nicht mehr allein im Heimbüro arbeiten, sondern wie ein Festangestellter jeden morgen in ein Büro gehen und mit Kollegen zusammensitzen &#8230; Es sieht ganz so aus: In den Metropolregionen Deutschlands entstehen immer mehr sogenannte Coworking-Spaces, große Büros, in die sich Freiberufler einmieten, um Seite an Seite mit ihresgleichen zu arbeiten. In Hamburg hat vor kurzem das <a href="http://hamburg.betahaus.de/" target="_blank">Betahaus</a> eröffnet; auch in den <a href="http://zeisecoworkers.wordpress.com/" target="_blank">Zeisehallen in Ottensen</a> gibt es ein neues Coworking-Projekt.</p>
<p>Wer sich für dieses Thema, das in Zukunft bestimmt noch an Bedeutung gewinnen wird, einlesen möchte, findet hier weiterführende Literatur:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.umagazine.de/artikel.php?ID=952594&amp;title=B%26uuml%3Bro-Bedarf&amp;artist=Jobthema&amp;topic=popkultur" target="_blank">Büro-Bedarf (Umagazine.de)</a></li>
<li><a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,8037985,00.html" target="_blank">Der gemietete Kollege (Heute.de)</a></li>
<li><a href="http://coworking.de/" target="_blank">Coworking.de</a></li>
<li><a href="http://www.coworking-news.de/" target="_blank">Coworking-news.de</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Coworking" target="_blank">Wikipedia-Artikel</a></li>
</ul>
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		<title>Was ist eigentlich Flattr?</title>
		<link>http://markheywinkel.de/blog/2010/08/02/was-ist-eigentlich-flattr/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=was-ist-eigentlich-flattr</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 22:21:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Flattr]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Flattr ist ein Micropayment-Dienst, der es Lesern von Blogs oder Nachrichtenwebsites ermöglicht, schnell und unkompliziert Geldbeträge für Artikel zu spenden. Weil diverse deutsche Medien schon eifrig bei Flattr mitmischen, habe ich den Dienst auch einen Monat lang ausprobiert. Ein kurzer Erfahrungsbericht Die taz macht mit bei Flattr, das Missy Magazine,  Spreeblick, Netzpolitik &#8211; der Micropayment-Dienst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flattr.com" target="_blank">Flattr</a> ist ein Micropayment-Dienst, der es Lesern von Blogs oder Nachrichtenwebsites ermöglicht, schnell und unkompliziert Geldbeträge für Artikel zu spenden. Weil diverse deutsche Medien schon eifrig bei Flattr mitmischen, habe ich den Dienst auch einen Monat lang ausprobiert. Ein kurzer Erfahrungsbericht</p>
<p><span id="more-449"></span></p>
<hr />Die <a href="http://www.taz.de" target="_blank">taz</a> macht mit bei Flattr, das <a href="http://missy-magazine.de/" target="_blank">Missy Magazine</a>, <a href="http://www.spreeblick.com/" target="_blank"> Spreeblick</a>, <a href="http://www.netzpolitik.de" target="_blank">Netzpolitik</a> &#8211; der Micropayment-Dienst des Pirate-Bay-Erfinders Peter Sunde erfreut sich im deutschsprachigen Internet zunehmender Beliebtheit. Und weil man als Journalist immer auf dem Laufenden sein will und soll, habe ich den Dienst einen Monat lang mal selbst ausprobiert und Antworten auf die wichtigsten Fragen formuliert.</p>
<p><strong>Wie funktioniert Flattr?</strong></p>
<div id="attachment_450" class="wp-caption alignright" style="width: 249px"><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/flattr-logo.jpg"><img class="size-full wp-image-450" title="flattr-logo" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/flattr-logo.jpg" alt="" width="239" height="55" /></a><p class="wp-caption-text">Logo des Micropayment-Dienstes</p></div>
<p>Auf der einen Seite gibt Flattr den Lesern von Blogs und anderen Websites die Möglichkeit, ihren Lieblingssites durch kleine Geldbeträge schnell und unkompliziert zu &#8220;schmeicheln&#8221; (to flatter sb. = jm. schmeicheln) &#8211; also sie finanziell zu unterstützen. Auf der anderen Seite gibt der Dienst wiederum den Websitebetreibern die Möglichkeit, ihre Seiten nicht nur durch Werbung, sondern auch durch Spenden zu finanzieren.</p>
<div id="attachment_451" class="wp-caption alignright" style="width: 331px"><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/flattr-konto.jpg"><img class="size-full wp-image-451" title="flattr-konto" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/flattr-konto.jpg" alt="" width="321" height="127" /></a><p class="wp-caption-text">Einstellung des monatlichen Flattr-Betrages</p></div>
<p>Wer bei Flattr mitmachen möchte, muss sich zunächst kostenlos auf der Website des Micropayment-Dienstes anmelden. Bislang gibt es Flattr nur in einer Betaversion; Zugang erhaltet ihr also nur, wenn euch ein Flattr-Mitglied einlädt (Wer Interesse hat: Ich habe noch Codes zu vergeben). Anschließend müsst ihr euer Flattr-Konto mit einem Betrag zwischen zwei und hundert Euro aufladen. Das funktioniert entweder per <a href="http://www.paypall.de" target="_blank">Paypall</a> oder Kreditkarte.</p>
<p>Sind mindestens zwei Euro auf eurem Flattr-Konto eingegangen, könnt ihr gleich mit dem Schmeicheln loslegen. Hierfür klickt ihr einfach auf den Flattr-Button, den Websites in ihren Sidebars (wie links bei Mediatopia zu sehen) oder unter einzelnen Artikeln eingebaut haben. Je nachdem, wie oft ihr einen solchen Button angeklickt habt, werden die zwei Euro von eurem Konto am Ende des Monats gerecht unter den geschmeichelten Websites aufgeteilt.</p>
<div id="attachment_454" class="wp-caption alignright" style="width: 231px"><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/flattr-button.jpg"><img class="size-full wp-image-454" title="flattr-button" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/flattr-button.jpg" alt="" width="221" height="24" /></a><p class="wp-caption-text">Möglichkeit der Button-Einbindung (gesehen auf Spreeblick)</p></div>
<p>Wer den Flattr-Button auf seiner eigenen Website einbauen möchte, kommt nicht daran vorbei, selbst mindestens zwei Euro in andere Websites zu investieren. Und: Seine eigenen Inhalte zu schmeicheln, ist nicht möglich! Auf diese Weise sorgt Flattr dafür, dass es nicht nur eine Handvoll Geldgeber gibt, die in eine riesige Masse Geldempfänger investiert.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/9zrMlEEWBgY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/9zrMlEEWBgY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Und was hat Flattr davon? Der Dienst stellt natürlich nicht vollkommen eigennützig die Infrastruktur für schnelles Micropayment zur Verfügung: Flattr zieht 10 Prozent der Einnahmen ein.</p>
<p><strong>Welche Bedeutung hat Flattr für die Medien?</strong></p>
<div id="attachment_453" class="wp-caption alignright" style="width: 246px"><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/flattr-konkurrent.jpg"><img class="size-full wp-image-453" title="flattr-konkurrent" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/flattr-konkurrent.jpg" alt="" width="236" height="77" /></a><p class="wp-caption-text">Logo des Flattr-Konkurrenten Kachingle aus den USA</p></div>
<p><a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/06/16/neue-geschaftsmodelle-funding-journalism-paid-content-co/" target="_blank">In der Medienbranche wurde bereits vielfach die Möglichkeit diskutiert, Journalismus im Netz durch ein einfaches Spenensystem zu finanzieren</a>. Bislang gab es allerdings keinen Dienst, mit dessen Hilfe auch die Überweisung kleiner Beträge unkompliziert funktionierte. Flattr und auch der US-Konkurrent <a href="http://www.kachingle.com/" target="_blank">Kachingle</a> sind nun die ersten Möglichkeiten, Spenden schnell zu überweisen und könnten den Weg zu spendenfinanziertem Journalismus ebnen.</p>
<p><strong>Was ist von Flattr zu halten?</strong></p>
<p>Von den einen &#8211; wie <a href="http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/mein-hut-der-hat-drei-cents/" target="_blank">Ronnie Grob</a> &#8211; wird Flattr positiv aufgenommen, von anderen &#8211; wie <a href="http://saschalobo.com/2010/07/05/warum-ich-nicht-flattre/" target="_blank">Sascha Lobo</a> &#8211; weniger. Die größte Sorge der Kritiker ist, dass Flattr vornehmlich den ohnehin schon bekannten Blogs als weiteres Zubrot dienleich sein wird, und die kleinen Websitebetreiber die sein werden, die als deren Geldgeber herhalten werden.</p>
<p>Aus diesem Grund habe ich während meines Testmonats ganz bewusst darauf verzichtet, die Flattr-Buttons bei der taz oder Spreeblick anzuklicken. Lieber habe ich meines Geldes z. B. in die Videos des weniger bekannten <a href="http://www.hurra-blog.de/2010/07/19/4-hipster/" target="_blank">Hurra-Blogs</a> von Journalistin Eva Schulz investiert.</p>
<p><strong>Wie viel hat Mediatopia in einem Monat verdient?</strong></p>
<div id="attachment_452" class="wp-caption alignright" style="width: 324px"><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/flattr-einnahmen.jpg"><img class="size-full wp-image-452" title="flattr-einnahmen" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/flattr-einnahmen.jpg" alt="" width="314" height="49" /></a><p class="wp-caption-text">Flattr-Einnahmen für Mediatopia im Juli</p></div>
<p>Die taz-Redaktion zeigt vorbildlich, wie Flattr fair genutzt werden kann und führt in ihrem <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/" target="_blank">Hausblog</a> offen über die Einnahmen Buch. So viel Transparenz soll an dieser Stelle auch sein: Der Mediatopia-Flattr-Button, den ich in die Sidebar gesetzt habe, wurde ein Mal angeklickt; dieser eine Klick hat sechs Cent eingespielt. An dieser Stelle vielen Dank an den anonymen Spender!</p>
<p>Meine Ausgaben waren im ersten Monat demnach weitaus höher als meine Einnahmen &#8211; dennoch brauche ich mein eingezahltes Budget in den kommenden fünf Monaten noch auf und schmeichle weiterhin kleinen Projekten für den guten Zweck.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Buch: &#8220;Kreative Zerstörung&#8221;</title>
		<link>http://markheywinkel.de/blog/2010/07/29/buch-kreative-zerstorung/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=buch-kreative-zerstorung</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 05:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Utensilien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie steht es um die nordamerikanische Zeitungsbranche? Medienwissenschaflter Stephan Ruß-Mohl verfügt über detailliertes Branchenwissen &#8211; und in &#8220;Kreative Zerstörung &#8211; Niedergang und Neuerfindung des Zeitungsjournalismus in den USA&#8221; lässt er uns daran teilhaben. Ein Must-have Stephan Ruß-Mohl erklärt ausführlich, warum die US-Zeitungen an Auflage verlieren, und wie sich schließlich der enorme Geldmangel auf den Qualitätsjournalismus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie steht es um die nordamerikanische Zeitungsbranche? Medienwissenschaflter Stephan Ruß-Mohl verfügt über detailliertes Branchenwissen &#8211; und in &#8220;Kreative Zerstörung &#8211; Niedergang und Neuerfindung des Zeitungsjournalismus in den USA&#8221; lässt er uns daran teilhaben. Ein Must-have</p>
<p><span id="more-444"></span></p>
<hr /><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/buch_kreativzerst.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-445" title="buch_kreativzerst" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/buch_kreativzerst.jpg" alt="" width="200" height="270" /></a>Stephan Ruß-Mohl erklärt ausführlich, warum die US-Zeitungen an Auflage verlieren, und wie sich schließlich der enorme Geldmangel auf den Qualitätsjournalismus auswirkt. Er erklärt, wie PR einen immer stärkeren Einfluss auf journalistische Inhalte nimmt, und wie sich dadurch die Glaubwürdigkeit der Medien bei den Rezipienten verändert. Kurz: Stephan Ruß-Mohl erklärt in &#8220;Kreative Zerstörung&#8221; alles, was man über die Print-Krise in den USA wissen muss &#8211; und dieses Wissen hilft auch zum Verständnis der Situation in Deutschland.</p>
<p>Folgende Kapitel sind in dem Buch zu finden:</p>
<ul>
<li><strong>Veränderte Rahmenbedingungen, Forschungsstand und Methodik</strong> (1. Journalismus in der Abwärtsspirale, 2. Forschungsstand und Methodik)</li>
<li><strong>Endzeitstimmung im Zeitungsjournalismus</strong> (3. Leitmedien: Wie sich die Schere zwischen den &#8220;Big Five&#8221; öffnet, 4. Großstadtpresse unter Druck: Das Beispiel San Francisco Bay Area, 5. Die kleinen Lokalblätter: &#8220;Small is beautiful&#8221;)</li>
<li><strong>Herausforderungen an das Redaktionsmanagement</strong> (6. Auf dem Weg zum integrierten Newsroom, 7. Journalistische Inhalte, Herdentrieb und Agenda-Setting, 8. Glaubwürdigkeit und &#8220;Corrections Management&#8221;)</li>
<li><strong>Ökonomisierung oder Entökonomisierung?</strong> (9. Publika, Werbung und PR als Einflussfaktoren: Journalistische Qualität im Bermudadreieck, 10. Wie Zeitungen überleben können, 11. Zukunftschancen, Neuerfindung, Wiedergeburt &#8211; und was in Europa anders läuft)</li>
</ul>
<p>&#8220;Kreative Zerstörung &#8211; Niedergang und Neuerfindung des  Zeitungsjournalismus in den USA&#8221; ist in der UVK Verlagsgesellschaft erschienen. ISBN: 978-3-86764-077-0</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Welches Honorar ist angebracht?</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 17:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung & Berufsalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Honorar]]></category>
		<category><![CDATA[Tarif]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr habt für einen Artikel ein Honorar bekommen, das ihr als zu gering einschätzt? Zum Glück gibt es im Netz einige Möglichkeiten, um euren Verdacht bestätigen oder verpuffen zu lassen. Eine Linkliste mit Anlaufstellen Honorartabelle auf Journalismus.com: Praktisch: Journalismus.com listet nicht nur allgemeine Circa-Honorare auf, sondern bietet eine Übersicht geordnet nach Medium. Honorartabelle auf Mediafon.net: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr habt für einen Artikel ein Honorar bekommen, das ihr als zu gering einschätzt? Zum Glück gibt es im Netz einige Möglichkeiten, um euren Verdacht bestätigen oder verpuffen zu lassen. Eine Linkliste mit Anlaufstellen</p>
<p><span id="more-441"></span></p>
<hr />
<ul>
<li><a href="http://www.journalismus.com/job/honorare/index.php" target="_blank">Honorartabelle auf Journalismus.com</a>: Praktisch: Journalismus.com listet nicht nur allgemeine Circa-Honorare auf, sondern bietet eine Übersicht geordnet nach Medium.</li>
<li><a href="http://www.mediafon.net/empfehlungen.php3?view=&amp;si=4c5065a5690b6&amp;lang=1" target="_blank">Honorartabelle auf Mediafon.net</a>: Auch Mediafon.net listet Bild- und Texthonorare nach Medien auf.</li>
<li><a href="http://www.djv.de/Honorare.517.0.html" target="_blank">Infos vom DJV</a>: Wer sich grundsätzlich über Honorare und Vertragsvereinbarungen informieren möchte, findet auf der Website des Deutschen Journalisten Verbandes nützliche PDFs.</li>
<li><a href="http://dju.verdi.de/tarif" target="_blank">Infos von der DJU</a>: Auch die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union klärt über Tarife und Honorare auf.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Spielejournalist werden</title>
		<link>http://markheywinkel.de/blog/2010/07/22/spielejournalist-werden/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=spielejournalist-werden</link>
		<comments>http://markheywinkel.de/blog/2010/07/22/spielejournalist-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 06:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Branche]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Print-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Spielejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitschrift]]></category>

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		<description><![CDATA[Den ganzen Tag zocken und dafür auch noch Geld kriegen? Wie cool wäre das! Auf den ersten Blick wirkt der Spielejournalismus sehr reizvoll, entpuppt sich auf den zweiten allerdings als hartes Pflaster. Denn in der Sparte herrscht angesichts der hohen Konzentration ein immenser Wettkampf. Selbst die großen Titel der Branche wie Game Star oder Computer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den ganzen Tag zocken und dafür auch noch Geld kriegen? Wie cool wäre das! Auf den ersten Blick wirkt der Spielejournalismus sehr reizvoll, entpuppt sich auf den zweiten allerdings als hartes Pflaster. Denn in der Sparte herrscht angesichts der hohen Konzentration ein immenser Wettkampf. Selbst die großen Titel der Branche wie Game Star oder Computer Bild Spiele verlieren nach und nach an Auflage und Geld &#8211; und bieten dementsprechend kaum neue Jobs an. Sollten junge Leute vom Spielejournalismus also lieber die Finger lassen?</p>
<p><span id="more-71"></span></p>
<hr />Auf meine Anfrage haben Heiko Gogolin (Chefredakteur der <a href="http://www.geemag.de" target="_blank">Gee</a>), <a href="http://www.texteschmie.de/" target="_blank">Harald Fränkel</a> (ehemals bei der <a href="http://www.pcaction.de" target="_blank">PC Action</a>, heute freier Journalist für diverse Print- und Online-Magazine) und Markus Schwerdtel (Chefredakteur der <a href="http://www.gamepro.de/" target="_blank">Gamepro</a>) kurz erklärt, worauf sich Nachwuchsjournalisten in der Spielebranche einstellen müssen, und welche Fähigkeiten unerlässlich sind.</p>
<div id="attachment_421" class="wp-caption aligncenter" style="width: 379px"><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/spielejournalisten.jpg"><img class="size-full wp-image-421" title="spielejournalisten" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/spielejournalisten.jpg" alt="" width="369" height="148" /></a><p class="wp-caption-text">Heiko Gogolin, Harald Fränkel und Markus Schwerdtel</p></div>
<p><strong>Heiko Gogolin:<br />
</strong></p>
<blockquote><p>Immer, wenn ich erzähle, dass ich Spielejournalist bin, höre ich  unisono das Wort &#8220;Traumberuf&#8221;. Aber obwohl ich Spiele liebe und somit  ein Hobby zum Beruf gemacht habe, ist die mit dem Begriff verbundene  Assoziation, mit Zocken während der Arbeitszeit sein Geld zu verdienen,  falsch. Spielejournalismus ist Journalismus: Am Tag wird in der  Redaktion konzipiert, kontaktiert, geschrieben und geschnitten. Die  Games selbst müssen in der Regel abends nach Feierabend gespielt werden.  Dass sich Arbeit und Freizeit vermischen ist also nicht nur  Selbstverwirklichung, sondern aufgrund mangelnder Grenzen zuweilen  anstrengend.</p>
<p>Dass jemand, der Spielejournalist werden möchte, sich gut mit Games  auskennen sollte, ist klar. Wichtig ist darüber hinaus auch der Wille,  das Handwerk des professionellen Schreibens zu lernen. Viele in der  Branche sind zuallererst Fan, und ab und an müssen sie dann noch über  ihre Leidenschaft schreiben. Dieser Ansatz funktioniert nur im  eingeschränkten Rahmen einer Fachzeitschrift. Wer es aber schafft,  allgemeinverständlich und nicht nerdig über komplexe Zusammenhänge in  der Spielewelt zu schreiben, der hat gute Aussichten auch für große  Zeitungen, Webseiten und Zeitschriften zu schreiben. Denn interaktive  Formen der Unterhaltung haben eine große Zukunft. Während Games derzeit  oft nur am Rande eine Rolle spielen und sich in der breiten  Medienrezeption alteingesessenen Kulturformen wie Filmen oder Büchern  unterordnen müssen, wird sich das langfristig massiv ändern.</p></blockquote>
<p><strong>Harald Fränkel:</strong></p>
<blockquote><p>Ein angehender Spielejournalist muss damit rechnen, dass er Stress hat und sein Geld eben nicht spielend verdienen kann. Der  Job ist nicht halb so locker, wie viele meinen. Man verdient nicht mehr  so, wie noch vor Jahren, weil Hefte immer schlechter verkaufen und  Onlinemagazine (noch) nicht so weit sind, dass sie finanziell auf Rosen  gebettet wären. Wer sich Gehälter und Honorare wie in Zeitungs- und  Zeitschriften-Tarifverträgen erhofft, wird weinen.</p>
<p>Außerdem müssen Nachwuchsjournalisten damit rechnen, sehr,  sehr viel zu arbeiten. Sie müssen sehr, sehr gut sein, um von dem Job  leben zu können, weil es immer einen Praktikanten geben wird, der ihn  preisgünstiger macht. Ich denke, das waren die schlechten Nachrichten.  Die gute lautet: Wer Fuß gefasst hat, wird sehr viel Spaß haben. Ich  möchte nichts anderes machen.</p></blockquote>
<p><strong>Markus Schwerdtel:</strong></p>
<blockquote><p>Spielejournalist zu werden ist natürlich der Traum vieler junger (vor allem) Männer. &#8220;Den ganzen Tag zocken&#8221; und &#8220;immer die neuesten Games&#8221;, das hat jeder im Hinterkopf, der diesen Beruf ergreifen will. Während letzteres tatsächlich stimmt, ist ersteres natürlich ein Trugschluß. Genau so wenig wie die Redakteure von Auto Motor Sport den ganzen Tag spazieren fahren und die Blinker-Leute immer angeln, sind Spieleredakteure den ganzen Tag am daddeln.<br />
Was braucht man, um in diesen Beruf zu kommen?</p>
<ul>
<li> Abitur oder eine abgeschlossene Ausbildung</li>
<li> idealerweise Grundkenntnisse in Videoschnitt und CMS</li>
<li> einigermaßen vernünftige, möglichst dialektfreie Aussprache und Eloquenz (Stichwort: Podcasts &amp; Videos vertonen!)</li>
<li> umfassendes Spielewissen</li>
</ul>
<p>Gerade der letzte Punkt ist wichtiger, als man denkt. Es reicht eben nicht, der totale Street-Fighter-Checker zu sein. Man muss sich genauso bei Rennspielen, Shootern und Rollenspielen auskennen. Es geht also vor allem um Breite und auch historisches Wissen. Dazu kann eine gesunde Kenntnis der Spielebranche (Entwickler-Persönlichkeiten, Unternehmensstrukturen, Geschäftsmodelle etc.) nicht schaden.</p>
<p>Wenn man das alles erfüllt, bekommt man dann sicher einen Job als Spieleredakteur? Leider nein. Wie überall werden auch bei Spielemagazinen und -websites derzeit kaum Festangestellte engagiert, und wenn, dann nicht zu Tarifgehältern. Idealerweise macht man sich mit Praktika, freier Mitarbeit und Traineeships in einer Redaktion unentbehrlich, dann sind die Übernahmechancen am größten. Um das zu erreichen ist es gut, eben nicht &#8220;nur schreiben&#8221; (das ist Grundvoraussetzung) zu können, sondern auch Zusatzqualifikationen zu haben (Videoschnitt, &#8220;Kameragesicht&#8221;, Sprecherstimme etc.). Gerade im Web sind Videos wichtig, reine &#8220;Schreiber&#8221; tun sich damit oft schwer. Gesucht wird eher &#8212; und das ist nichts Neues &#8212; ein Multimedia-Redakteur, der eben alle Kanäle bedienen kann. Damit unterscheiden sich die Anforderungen an einen Spielejournalisten kaum von denen in anderen Fachbereichen &#8212; nur dass Spiele halt viel cooler sind als Möbel, Autos oder Angeln.</p></blockquote>
<p>Wer jetzt immer noch Lust auf den Spielejournalismus hat, findet hier weitere Infos und Jobangebote:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.makinggames.de" target="_blank">Making Games Magazin</a></li>
<li><a href="http://www.gamesindustry.biz/" target="_blank">GamesIndustry</a></li>
<li><a href="http://www.game-bundesverband.de/" target="_blank">G.A.M.E. Bundesverdband der Entwickler von Computerspielen e. V.</a></li>
</ul>
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		<title>Grundgesetz gratis bestellen</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 09:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mark Heywinkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Utensilien]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Fluter]]></category>
		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dass es sich bei diesem einprägsamen Satz um Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes handelt, ist allgemein bekannt. Die folgenden Artikel und Paragraphen allerdings kann kaum jemand so frei rezitieren. Warum eigentlich nicht? Das Grundgesetz und viele weitere nützliche Schriften kann sich doch jeder gratis im Netz bestellen. Klar, auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dass es sich bei diesem einprägsamen Satz um Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes handelt, ist allgemein bekannt. Die folgenden Artikel und Paragraphen allerdings kann kaum jemand so frei rezitieren. Warum eigentlich nicht? Das Grundgesetz und viele weitere nützliche Schriften kann sich doch jeder gratis im Netz bestellen.</p>
<p><span id="more-383"></span></p>
<hr />
<div id="attachment_385" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/flutercover.jpg"><img class="size-full wp-image-385" title="flutercover" src="http://markheywinkel.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/flutercover.jpg" alt="" width="200" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Cover des Jugendmagazins Fluter</p></div>
<p>Klar, auf der Website des Bundestags gibt&#8217;s das Grundgesetz auch als <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/grundgesetz/index.html" target="_blank">Download im PDF-Format</a>. Viel schöner ist es doch aber, die Rechtsgrundlage unseres Staates als gedrucktes Heft neben dem Bett liegen zu haben.</p>
<p>Bestellen kann man die aktuelle gedruckte Version kostenlos entweder bei der Aktion <a href="www.grundgesetz-gratis.de" target="_blank">&#8220;Grundgesetz gratis&#8221;</a> oder bei der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" target="_blank">Bundeszentrale für politische Bildung</a> bestellen. Letztere bietet auch weitere nützliche Schriften für lau an: Beispielsweise den <a href="http://www.bpb.de/publikationen/ZGN43U,0,0,fluter.html" target="_blank">Fluter</a>, ein vier Mal im Jahr erscheinendes Jugendmagazin, das sich wechslenden Oberthemen wie zuletzt CO2 widmet; oder die Heftreihe <a href="http://www.bpb.de/publikationen/MXQU1P,0,0,Informationen_zur_politischen_Bildung.html" target="_blank">Informationen für politische Bildung</a>, in der ebenfalls unterschiedliche Themen ausführlich dargestellt werden.</p>
<p>Weitere Unterlagen wie etwa Infos zur UNO oder den Fall der Mauer sind bereits für 2 Euro erhältlich. Einfach mal durch das Angebot surfen!</p>
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