22. Oktober 2013 - 5 Kommentare

Von Blogstöckchen, Religionskritik und der USS Enterprise 1701-E

Die geschätzte Caro hat mir ein Blogstöckchen zugeworfen. Bis ich es fing, hatte ich keinen Schimmer, dass so etwas überhaupt existiert. Aber jetzt halte ich das Ding nun mal in Händen und werde es schwerlich los. Also:

1. Wie lautete dein allererster Tweet?

Angeblich soll man über Seiten wie My First Tweet und MyTweet16 seine erste Nachricht an den Äther nachschlagen können. Ich kann's allerdings nicht. Nach Meinung dieser Seiten existiere ich als User auf Twitter überhaupt nicht. Aber immerhin glaubt Twitter mir, dass ich bei Twitter bin - angeblich sogar schon seit März 2009, wie dem Archiv zu entnehmen ist, das man jederzeit über seine Account-Einstellungen anfordern kann. Demnach lautete mein erster Tweet: "Sehr gut: Ab Donnerstag läuft #Religulous in #Bielefeld". "Religulous" ist eine US-Doku mit Bill Maher, die ich mir allerdings nie angesehen habe. Nicht gut.

2. Was ist das Böseste, was du über die digitalen Medien je gedacht, gesagt oder geschrieben hast?

Ich würde nie etwas Böses über die digitalen Medien denken, sagen oder schreiben. Aber die Menschen, die sie mit Stumpfsinn füllen, bin ich bestimmt das ein oder andere Mal verbal angegangen. Aber mit dergleichen Lästereien treibt man sich die Axt ja bloß selbst ins Bein, also eilen wir mal lieber weiter zu Frage drei.

3. Kannst du noch offline sein?

Aber sichi. Die Frage ist nur: Wie lange geht es mir dann wie gut dabei?

4. Eine Erfindung (außer Zeitreisen), die fehlt?

Alles, was benötigt wird, um mich an Bord einer vollausgestatteten USS Enterprise 1701-E bei Warp 9 immer der Nase nach durchs All reisen zu lassen.

5. Google+ kann man getrost verlassen, oder?

Vor zig Jahren habe ich mir mal für teures Geld einen Mini-Disc-Player gekauft, weil ich nicht daran glaubte, dass sich diese MP3-Player jemals durchsetzen würden. Seitdem misstraue ich meinen eigenen Zukunftsprognosen ein wenig und lasse mein digitales Fähnchen fürs erste selbst in dem trostlosen Fleckchen Internet stecken, das sich Google+ nennt.

6. Wie lässt sich der digitale Graben überwinden?

Frühzeitig in der Schule. Mit Lehrern, die sich im Netz auskennen. Und mit Technik, die zu jedwedem Klassenausflug ins Digitalen befähigt.

7. Drei Twitter-Accounts, denen man unbedingt folgen sollte?

Ach, das ist doch eine alte Leier. Gegenangebot: drei Twitter-Accounts, denen man nicht unbedingt folgen muss, die aber dennoch ungemein charmant sind. @big_ben_clock, @MunchsTheScream und @Linkstagram.

8. Das beste Buch über das Digitale, das du je gelesen hast?

Die erste Hälfte von Jeff Jarvis' "What would Google do?" fand ich damals ziemlich erhellend. Allerdings erinnere ich mich jetzt kaum noch bis - okay zugegeben - gar nicht mehr an den Inhalt und würde vermuten, dass er inzwischen überholt ist. Überhaupt: ein Buch über das Digitale - ist das nicht furchtbar anachronistisch?

9. Hast du eine anonyme Alternativ-Identität im Netz?

Ich hieß einmal Christina Meyer (oder so) auf Facebook, um unbehelligt mit den vielen Funktionen des Netzwerks herumspielen zu können. Diesen Test-Account gab ich an meine Mutter weiter, als sie sich auch mal mit diesem Facebook auseinandersetzen wollte. Eines Tages verkündete meine Frau Mutter stolz, Christina Meyer gelöscht und sich neu unter Klarnamen angemeldet zu haben. Seitdem bin ich nur noch als ich selbst unterwegs.

10. Welchen Twitter-Crush würdest du gerne mal kennenlernen?

Ach, wie gerne hätte ich einen Twitter-Crush, das wäre aufregend. Ich würde ihm respektive ihr an den Twitter-Lippen hängen und mir einzelne Tweets an die Wand pinnen. Leider habe ich bisher keine solche Obsession entwickelt. Wenn sich das ändert, gebe ich Bescheid.

So, und nun darf ich das Stöckchen aber weiterwerfen, oder? Hier, Kathrin, Falk, Katrin, Henning oder auch Raika, ihr seid doch auch digital und so.

Veröffentlicht von: Mark in Leben & Reisen

Kommentare

Riikka
23. Oktober 2013 um 11:28

Soll ich jetzt dieselben Fragen beantworten?

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