26. Juli 2013 - 1 Kommentar.

Mein neuer Job oder: Eine pathetische Drecksnummer II

Greatest Berlin

Ja: Es ist toll, Freiberufler zu sein! In den vergangenen anderthalb Jahren Selbständigkeit hatte ich eine immense Freude daran, meine Tage so zu verleben, wie ich es wollte. Und noch größere Freude hatte ich daran, mich in vielen unterschiedlichen Aufgabenbereichen auszutoben. Wäre ich fest an ein Unternehmen gebunden gewesen, hätte ich mich beim wunderbaren Suhrkamp Verlag kaum so intensiv mit dem Literaturbetrieb und Social-Media-Strategien auseinandergesetzt; ich hätte nicht gleichzeitig beim Tagesspiegel die Arbeit einer jungen Online-Redaktion kennengelernt; ich hätte mich nicht auch noch im Rahmen meines Stipendiums beim Vocer Medialab mit journalistischen Innovationen befasst; sicher wäre ich nicht als junger Freiberufler zu Vorträgen und Podiumsdiskussionen eingeladen worden; ich hätte nicht reisen können, als mir der Sinn danach stand. Kurz: Mein Leben wäre in einer Festanstellung womöglich weniger vielfältig gewesen.

Trotzdem hänge ich das Freiberuflerdasein nun an den Nagel. Denn: Ich habe großes Glück gehabt und eine Festanstellung ergattert, in der ich mit großer Sicherheit noch viel mehr und Spannenderes erleben werde als in den vergangenen anderthalb Jahren. Ab Mitte August werde ich nämlich Teil der HUG sein, der Hörstmann Unternehmensgruppe. Für ganz Genaue: Ich werde in der Division "Media & Content" für die Intro GmbH & Co. KG als Redakteur bei Greatest Berlin arbeiten - und ich werde mich dabei in so vielen Bereichen austoben können: Print, Online, App, Social Media. Yay, ich freue mich schon jetzt wie Bolle, das wird super!

Ein bisschen Schwermut geht mit der Entscheidung für diesen tollen Job allerdings auch einher. Nicht wegen der vermeintlichen Freiheiten, die ich aufgebe, sondern wegen der vielen netten Menschen, mit denen ich in Zukunft nicht mehr so viel zu tun haben werde. Aber bevor das hier wieder in einer dieser pathetischen Drecksnummern ausufert, verdrücke ich lieber heimlich ein paar Tränchen und sage: Danke, liebe Wegbegleiter meiner Freiberuflerzeit, es war toll, bis ganz bald!

Veröffentlicht von: Mark in Arbeit & Projekte

Kommentare

Tilo
27. Juli 2013 um 12:45

Gratuliere und ganz viel Erfolg auf dem weiteren Weg! 🙂

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