22. Juli 2013 - Keine Kommentare!

Arnalds, Sauter und das All

„Symphonie cinétique“ im Made

An einem heißen Sommertag betreten Michael und ich ein Bürogebäude in der Alexanderstraße. Wir können es zuerst nicht glauben, aber im neunten Stock dieses charmelosen Kastens befindet sich tatsächlich ein Raum für Kunst - und ein recht hübscher noch dazu: Das Made empfängt uns ganz in Weiß, der Boden, die Decke, die Wände, es ist, als trete man aus dem Fahrstuhl hinein in das sterile Set eines Science-Fiction-Films. Und auch die Kunst, die noch bis Ende Juli im Made zu sehen ist, wirkt futuristisch. Fünf Licht-Installationen von Joachim Sauter sind unter dem Titel „Symphonie cinétique“ in dem langen Ausstellungsraum zu sehen. Unter anderem werden Kugeln und Dreiecke von Fäden auf und ab bewegt und von Lampen angestrahlt, deren Licht sie auf das Weiß ihrer Umwelt reflektieren. Das Ganze ist in seiner vermeintlichen technischen Komplexität unheimlich bezaubernd. Am Ende sitzt man in diesem unverhofft traumhaften Made und beobachtet wie in Trance geometrische Körper, die zur Musik des isländischen Pianisten Ólafur Arnalds auf und ab tanzen. Hologramme. Ein Hauch "2001: Odyssee im Weltraum". Eine Zukunftswelt im Hier und Jetzt. Einfach schön. Ansehen, solange es noch geht!

Veröffentlicht von: Mark in Kunst & Literatur

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