15. Mai 2013 - Keine Kommentare!

Ich will einsam und mit Rotwein zu „Trouble Will Find Me“ tanzen

Filme habe ich in diesem Blog schon häufig besprochen. Aber eine Plattenkritik? Gab's meiner Erinnerung nach bisher nicht. Womöglich weil ich, wie ich an dieser Stelle schon einmal überlegte, in einem reißenden Strom von Musik gefangen bin, der mich keine besonders intensive Verbindung mehr zu einzelnen Bands und Platten spüren lässt. Ein paar wenige Bandbindungen sind aber noch stark genug, als dass ich mich schon Wochen vor einer Neuveröffentlichung freudig durch die Backlist höre. Und wenn The National ein neues Album rausbringen, dann müssen ein paar Gedanken dazu auch in diesem Blog Platz finden.

Also. The National gehörten mit Songs wie "Fake Empire" und "Mr. November" schon längst zu den Herzangelegenheiten meiner Musiksammlung. Aber als 2010 "High Violett" kam, dieses monströse Hitwunder, bei dem längst nicht nur "Bloodbuzz Ohio" feuerwerkmäßig zündete, war ich Matt Berninger und Co. vollends verfallen. Entsprechend groß war die Sorge, von der sechsten National-Platte nun völlig enttäuscht zu werden, zumal mich die erste Single "Demons" nicht wirklich überzeugte. Aber: Sorge unbegründet! "Trouble Will Find Me" ist kein "High Violett", okay. Trotzdem wird dieses fantastische Album noch lange auf meinem MP3-Player dauerrotieren. Besonders zu "Graceless" und "Hard To Find" möchte ich im Anzug und mit Rotweinglas einsam tanzen, rumknutschen, weinen, lachen, leben ... Dankedankedanke für diese wunderbare Platte, The National!

Keine Plattenkritiken, aber mehr gute Musik gibt es in der Kategorie "Plattendrehen".

Veröffentlicht von: Mark in Platten & Konzerte

Eine Antwort verfassen