17. Februar 2013 - Keine Kommentare!

Durchhalten ist mehr, als ich tun kann
oder: Ich scheitere an „Dead Space 3“, Kapitel fünf

Was Videospiele angeht, bin ich ja eigentlich hart im Nehmen. Ne, echt jetzt. "Resident Evil", "Silent Hill", "F.E.A.R." - habe ich alle ohne Albträume und nasse Bettbezüge weggesteckt. Aber die "Dead Space"-Spiele sind mein Mordor, da bekomme ich schon beim Intro Muffensausen. Keinen der Science-Fiction-Grusel-Teile konnte ich bisher durchspielen. Und wenn ich mal einen Blick hineinriskiert habe, dann immer nur im Beisein mindestens einer weiteren Person, an der ich mich im Notfall festhalten konnte.

Jetzt gibt's seit Kurzem "Dead Space 3", und ich habe mich noch mal rangewagt. Mit runtergemutetem Sound. Und Kuscheldecke überm Kopf. Klappt ja ganz gut, dachte ich anfangs - aber da war ich ja auch noch nicht dem Hunter begegnet: In Kapitel fünf und bei etwa 17,5 Prozent des Spiels gilt es eine Eisenbahn zu rufen, um innerhalb des riesigen Raumschiffs Terra Nova von A nach B zu kommen. Doof nur, dass die Bahn schier ewig auf sich warten lässt und dass er da ist, der Hunter, dieses blutrünstige, nervige Megamonster, mein Horror auf zwei Beinen und mit zwei Klingen, der mich gekillt hat, ehe ich "Bitte, bitte, bitte, nein, nein, nein!" wimmern kann.

Die Komplettlösungen helfen beim Hunter-Problem leider auch nicht weiter. Bei PC Games steht: "Selbst wenn ihr ihm alle Glieder abschießt, wird er sich regenerieren." Und Gamona hält nix als eine läppische Parole bereit: "Haltet durch." Tolle Wurst. Den Hunter kann man nicht töten, aber fünf Minuten durch düstere Raumschiffgänge vor ihm weglaufen kann ich nicht, danach könnte ich nie wieder schlafen. Es ist zum Verzweifeln. Und das meine ich in diesem Fall ganz wörtlich: Ich habe resigniert, und ich werde "Dead Space 3" wohl nicht durchspielen. Ich bin dieser Reihe einfach nicht gewachsen. Nicht mal mit Kuscheldecke. (Foto: Gamespress/Electronic Arts)

Veröffentlicht von: Mark in Games & Gadgets

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