28. Januar 2013 - Keine Kommentare!

App angetestet: Vine von den Twitter-Machern oder: Wie das Netz in Zukunft über den „Tatort“ diskutiert

Ich bin auf Twitter, und ich gestehe: Ich nutze den Dienst sehr gerne. Über Twitter frage ich Stimmungslagen zu aktuellen Themen ab, ich verfolge Diskussionen, ich werde von anderen Nutzern auf interessante Videos, Links und Musik aufmerksam gemacht. Klar also, dass ich mir auch Vine einmal angesehen habe, das neue Baby der Twitter-Macher.

Statt kurze Nachrichten von 140 Zeichen zu verschicken, stellt man mit Vine sechs Sekunden lange Gifs mit Ton ins Netz. Um das zu bewerkstelligen, muss man kein Technik- oder Filmcrack sein: Die Steuerung der App funktioniert sehr intuitiv. Einfach so lange aufs Display drücken, wie man aufnehmen will. Loslassen. Neues Motiv suchen. Wieder draufdrücken. Diese Schritte wiederholen, bis die sechs Sekunden Film voll sind. Text und Geo-Tag dazu. Das fertige Video bei Vine selbst oder auch bei Twitter und Facebook veröffentlichen. Fertig.

Das Ergebnis sieht dann zum Beispiel so aus:

Ein schönes Spielzeug ist diese App, das schon. Aber so relevant wie Twitter wird sie vermutlich nicht werden. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, wie Vine gesellschaftliche Debatten - wie etwa die allgegenwärtige #Aufschrei-Diskussion - befeuern, geschweige denn auslösen könnte. Und wie sollen die auf Twitter so beliebten "Tatort"-Diskussionen auf Vine aussehen? Etwa so:

Okay, ich lasse nicht länger den nörgelnden Skeptiker raushängen. Vermutlich wird Vine mich noch mal richtig überraschen. Soll das Baby also in Ruhe wachsen.

Veröffentlicht von: Mark in Games & Gadgets

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