1. November 2012 - Keine Kommentare!

Wir sollten alle viel mehr schreiben! oder: Ein neues Blog, ein neues Blog!

Ich mache das, was ich beruflich mache, aus verschiedenen Gründen: Weil ich irgendwie den Frischkäse auf meinem Frühstückstoast bezahlen muss, klar. Weil ich als Journalist kreativ arbeiten kann. Weil ich Anerkennung suche. Vor allem aber, weil es mich erfüllt, Dinge zu erleben, Menschen zu treffen, ihre Geschichten zu hören und sie anschließend zu verschriftlichen, sodass andere daran teilhaben können, sofern sie denn mögen. Sicher ist das Journalist-Sein ab und an auch nervig; zum Beispiel wenn die Recherchezeit für einen Artikel zu knapp bemessen ist, die Interviewpartner störrisch sind oder mir ärgerliche Fehler unterlaufen. Dann stöhne ich und fluche - aber am Ende kann ich mir doch keinen besseren Job vorstellen als den: Chronist zu sein, kleine und große Abenteuer zu erleben und sie festzuhalten.

Genauso gerne lese ich auch die Texte anderer. Alles von Falk Schreiber zum Beispiel, die gemachten Sachen der Isabel Bogdan, die kulinarischen Lesereisen des Nils 'Hardboiled' Heuner oder das, was sich in den weiten Welten der Kathrin Kaufmann abspielt oder was meine neuen Teilzeitkollegen S., C. und T. in Literaturdingen zu verkünden haben. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin der Meinung, wir alle sollten viel mehr schreiben und Erlebnisse teilen, weil es Spaß macht und uns und andere weiterbringen kann. Und so kommt es, dass ich in der vergangenen Zeit recht häufig mein Umfeld dazu ermutige, aktiv zu werden, ihre Sichtweisen festzuhalten, zu bloggen. Während ich immer noch sehnsüchtig darauf warte, dass M. sich endlich eine Domain sichert, hat sich Anfang dieser Woche überraschend etwas Tolles ergeben: Elisabeth hat das Blog Studentenmama.de aufgemacht und sich vorgenommen, einmal die Woche übers Mama-Sein zu sprechen.

Das freut mich aus ganz vielen Gründen, aber vor allem aus diesen: Ich halte Elisabeth für eine kluge und talentierte Schreiberin, von der jetzt endlich etwas "in der Welt" ist. Zudem bin ich gespannt, wie sie so Blogs wie Berlinmittemom.de, Hauptstadtmutti.de oder auch Stadt-Land-Mama.de eine junge Perspektive entgegenstellt. Eine Perspektive fern der hippen Nido-Welt, fern der Hesba-Kinderwagen. Das ist mutig, das ist spannend, das ist etwas, das ich lesen möchte. Und ich hoffe, das wollen ganz viele andere Menschen auch. Und jetzt, M., fang du auch endlich an!

Veröffentlicht von: Mark in Leben & Reisen

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