29. September 2012 - Keine Kommentare!

Eklat beim Bundesvision Song Contest 2012 oder: Egal, Sandra Rieß ist wichtiger

Gestern kam es beim Bundesvision Song Contest 2012 auf ProSieben zur Revolte des Publikums: Xavier Naidoo und Kool Savas, am gestrigen Abend kurz Xavas genannt, gingen dank vieler Anrufe für ihren Song "Schau nicht mehr zurück" als Sieger aus Stefan Raabs Musikerwettstreits hervor - von den Gästen im Berliner Studio wurde das Duo allerdings ausgebuht. Ein großes Hallo, wie es sich jede Marketingabteilung für ihre Fernsehsendung nur wünschen kann, die Menge pfiff, Raab beschwichtigte, die Medien berichteten.

Hierhier und überall lässt sich die Eklat-Story nachlesen, dabei ist sie im Grunde eher das uninteressante Nachgeplänkel einer Show, nach der sich viel interessantere Themen aufdrängen: Die dunkelhaarige junge Frau zum Beispiel, die die meiste Zeit neben Raab stand, die Moderatorin im roten Kleid - wer war sie? Wikipedia beantwortet diese Frage: Sandra Rieß ist ihr Name, sie ist ein Jahr älter als ich, im März 1986 geboren, Moderatorin und wohl auch Theaterschauspielerin, und dann dämmert es: Sie hat auch schon "Unser Star für Baku" mitmoderiert. Gestern Abend machte sie wieder einen guten Job, verrannte sich nur selten in die vom Fernsehen bekannten Superlative, wirkte ein bisschen zu nett, aber insgesamt sympathisch und souverän. Sie allein hätte mehr Aufmerksamkeit verdient als Xavier Naidoo und Kool Savas. Ebenso wäre es schön gewesen, heute morgen mehr von Vierkanttretlager, Pickers und Johanna Zeul zu lesen, wie sie mit Schifferklavier oder Bärenmütze da standen. Eigenartig. Subversiv. Toll.

Aber nein. Kool Savas und Xavier Naidoo sorgten mit ihrem Sieg für einen Eklat. Gähn.

Veröffentlicht von: Mark in Film & Fernsehen

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