2. September 2012 - Keine Kommentare!

„Star Trek“ in echt oder: Was den Sony PRS-T2 cooler als ein iPad macht

Lange vor "Lost", vor "Breaking Bad", vor "Friends" habe ich "Star Trek - The next Generation" verschlungen. Eine Serie, die dank ihres philosophischen Fokus' eher der Asimovschen Science-Fiction folgte und weitestgehend ohne überzogene Action überzeugte. Die aber auch, und dafür stand sie zu recht in der Kritik, mit reichlich Technobabble eine pseudo-futuristische Authentizität vortäuschte, die zuweilen lächerliche Züge annahm.

Nichtsdestotrotz war ich in den Neunzigern (und, zugegeben, ich bin es noch heute) fasziniert von all den technischen Möglichkeiten, die "Star Trek - TNG" prognostizierte. Neben den offensichtlichen Dingen wie Beamen und Auf-dem-Holodeck-Abhängen fand ich vor allem die handlichen Datenpads super, auf denen Picard und Co. Shakespeare lasen oder Einsatzberichte notierten. (Google erklärt mir, dass die Dinger offiziell PADD heißen, kurz für Personal Access Display Device. Ah, Nerdwissen erfolgreich erweitert, danke.) Dass all diese Infos in die schmalen Geräte passten, dass man über die Displays Eingaben tätigen konnte - das war für mich eine Zukunftsvision, von der ich nicht dachte, dass sie Zeit meines Lebens umgesetzt werden würde.

Falsch gedacht. Diesen Blogpost schreibe ich nun auf dem iPad. Das iPad ist wohl eine Million Mal cooler als Picards Datenpad, es hat die Vorstellungen der "Star Trek"-Macher übertroffen, es ist blablatolltollblabla. Und doch bin ich ganz hingerissen vom E-Reader Sony PRS-T2, den ich am Donnerstag bei einer Aktion am Potsdamer Platz im Austausch gegen einen Meter Bücher erhalten habe. Zwar kommt das Teil mit dem Look und Feel einer Filmrequisite daher: es ist leicht und sieht irgendwie spielzeugmäßig unecht aus. Aber genau das ist es auch, was mich daran glücklich macht: Mit dem Apple-Gerät kann ich zwar alles machen, was man als Internettyp so machen muss - mit dem Sony-Reader fühle ich mich allerdings wie ein Teil von Picards Crew. Ich fahre nur noch Bahn damit. Und nicke vielsagend, wenn die Leute auf das Gerät schielen. "Richtig, das ist ein Datenpad. Ich komme aus dem 24. Jahrhundert, yo."

Veröffentlicht von: Mark in Games & Gadgets

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